Eingestürzte Häuser in Indonesien | Bildquelle: REUTERS

Ostindonesien Mindestens 20 Tote bei Erdbeben

Stand: 26.09.2019 18:08 Uhr

Ein schweres Erdbeben der Stärke 6,5 hat den Osten Indonesiens erschüttert. Auf den Molukken-Inseln starben mindestens 20 Menschen, mehr als 100 wurden verletzt. Tausende flüchteten aus ihren Häusern.

Bei einem Erdbeben auf den indonesischen Molukken-Inseln sind mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Das Beben der Stärke 6,5 erschütterte die Inselgruppe im Osten Indonesiens, wie der Katastrophenschutz des südostasiatischen Landes mitteilte.

Besonders betroffen war die Stadt Ambon, wo mehrere Menschen von herunterfallenden Gebäudeteilen erschlagen wurden. Nach Angaben der Behörden wurden mindestens 107 weitere Menschen verletzt. Dutzende Gebäude wurden beschädigt, darunter eine islamische Universität. Etwa 2000 Menschen seien aus ihren Häusern geflohen, sagte ein Sprecher der indonesischen Katastrophenhilfe. Für sie würden dringend Zelte, Säuglingsnahrung, Medikamente, Decken und Wasser benötigt.

Ein junger Mann steht in den Trümmern eines Hauses | Bildquelle: AFP
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Ein junger Mann steht in den Trümmern eines Hauses.

Furcht vor weiterem Beben

Ein Sprecher der Provinzregierung, Alberth Simaela, sagte: "Viele Leute gehen nicht mehr in ihre Häuser zurück, weil es Gerüchte über ein weiteres Beben gibt." Dafür gebe es allerdings "keine Grundlage". Größere Erschütterungen gab es in den folgenden Stunden keine.

Die Provinz Malaku gehört mit 1,7 Millionen Einwohnern zu den weniger dicht besiedelten Regionen Indonesiens. Der Staat liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Hier kommt es immer wieder zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 26. September 2019 um 11:00 Uhr und 15:00 Uhr in den Nachrichten.

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