Jeffrey Epstein. | Bildquelle: AP

Jeffrey Epstein Auch Frankreichs Justiz ermittelt

Stand: 23.08.2019 17:14 Uhr

Hat der verstorbene US-Multimillionär Epstein auch minderjährige Mädchen in Frankreich missbraucht? Er hatte zahlreiche Verbindungen in dem Land. Jetzt untersucht die Staatsanwaltschaft in Paris den Fall.

Im Zusammenhang mit den Missbrauchsvorwürfen gegen den verstorbenen US-Multimillionär Jeffrey Epstein hat die französische Justiz Vorermittlungen wegen Vergewaltigungen und anderer sexueller Übergriffe eingeleitet. Dabei sollten mögliche Vergehen gegen teils minderjährige Mädchen untersucht werden, teilte die Pariser Staatsanwaltschaft mit.

Die Ermittlungen konzentrierten sich auf "potentielle Verbrechen gegen französische Opfer auf nationalem Gebiet ebenso wie im Ausland, und auf Verdächtige, die französische Staatsbürger sind", führte Staatsanwalt Remy Heitz aus.

Die französische Opferschutzorganisation Innocence en Danger (Unschuld in Gefahr) hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass sie mehrere Zeugenaussagen über Missbrauchsfälle in Verbindung mit Epstein gesammelt und an die Justizbehörden in Frankreich und den USA weitergeleitet habe.

In diesem Pariser Haus soll Epstein eine Wohnung besessen haben | Bildquelle: CHRISTOPHE PETIT TESSON/EPA-EFE/
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In diesem Pariser Haus soll Epstein eine Wohnung besessen haben.

Luxus-Appartement in Paris

Epstein, der in den USA wegen diverser Sexualverbrechen angeklagt war und nach Angaben des US-Justizministerium vor knapp zwei Wochen Suizid beging, hatte zahlreiche persönliche Verbindungen zu Frankreich. Er besaß ein Luxus-Appartement nahe dem Pariser Boulevard Champs-Élysées. Einer von Epsteins engen Vertrauten war der einst einflussreiche französische Model-Magnat Jean-Luc Brunel. In Gerichtsdokumenten wird diesem Vergewaltigung vorgeworfen. Zudem soll er Epstein junge Mädchen beschafft haben.

Kontakte zu Prominenten

Epstein selbst soll jahrelang minderjährige Mädchen sexuell missbraucht und zur Prostitution angestiftet haben. Bei einer Verurteilung hätten dem 66-Jährigen, der enge Kontakte zu hochrangigen Politikern und Prominenten unterhalten hatte, bis zu 45 Jahre Haft gedroht.

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