El Paso | AFP

Angriff in einem Einkaufszentrum Mindestens 20 Tote bei Schüssen in El Paso

Stand: 04.08.2019 00:48 Uhr

Bei Schüssen in einem Einkaufszentrum in El Paso sind nach Angaben des texanischen Gouverneurs Abbott mindestens 20 Menschen getötet worden. Die Polizei berichtete außerdem von 26 Verletzten. Ein Verdächtiger wurde festgenommen.

Lange war die Lage nach den Schüssen im Einkaufszentrum in El Paso unübersichtlich. Auf einer Pressekonferenz teilte der texanische Gouverneur, Greg Abbott, nun Einzelheiten mit.

Bei den Schüssen in dem Ladenkomplex sind mindestens 20 Menschen getötet worden: "Texas trauert um die Menschen von El Paso", erklärte Abbott. Der Polizeichef von El Paso, Allen, sprach von 26 Verletzten.

Hassverbrechen wird nicht ausgeschlossen

Nach Polizeiangaben wurde ein Verdächtiger festgenommen. Es handele sich um einen weißen Mann im Alter zwischen 20 und 30 Jahren. Ein von dem mutmaßlichen Schützen verfasstes Manifest weise laut Polizeichef Allen auf ein mögliches "Hassverbrechen" hin - in den USA wird damit eine Tat charakterisiert, die sich etwa gegen Menschen einer bestimmten Herkunft, Hautfarbe oder sexuellen Orientierung richtet.

Schüsse bereits auf dem Parkplatz

Der Supermarkt sei zum Zeitpunkt der Tat ausgelastet gewesen, teilte ein Polizeisprecher mit. Er schätzte, dass sich dort zwischen 1000 und 3000 Menschen aufhielten. Der Konzern zeigte sich schockiert über die Geschehnisse.

Nach Informationen des ARD-Korrespondenten Torsten Teichmann hatte der Attentäter hatte offenbar nicht nur im Supermarkt auf Kunden und Angestellte geschossen, sondern auch auf dem Parkplatz davor schon das Feuer eröffnet.

Trump äußert Betroffenheit

Trump äußerte sich unmittelbar nach der Tat via Twitter: " Schreckliche Schießereien in El Paso". An die Betroffenen gerichtet fügte er hinzu: "Möge Gott mit Ihnen allen sein."

Regelmäßig Schusswaffenangriffe in den USA

In den USA ereignen sich regelmäßig Schusswaffenangriffe. Bemühungen für schärfere Waffengesetze laufen seit Jahren ins Leere, weil die Republikaner dagegen sind.

Am Dienstag waren bei einem solchen Vorfall in einem Walmart im Bundesstaat Mississippi zwei Menschen getötet und ein Polizist verletzt worden. Am Wochenende hatte ein 19-Jähriger während eines Festivals in der Kleinstadt Gilroy in Nordkalifornien das Feuer eröffnet und drei Menschen getötet. Der Schütze wurde von Polizisten am Tatort erschossen.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 03. August 2019 um 23:14 Uhr.

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KOMMENTARE

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glogos 04.08.2019 • 07:23 Uhr

Nun...

man sollte über Gesetzesänderungen nachdenken. Auch bei uns! Es gibt hier über 10 Millionen legale Waffen bei uns und weit über 1 Mio. Waffenbesitzer. Was ist wenn da mal wiedereiner durchdreht wie in Winnenden oder Erfurt seinerzeit? Wir brauchen ein Totalverbot privaten Waffenbesitzes sowohl für Sportschützen als auch für Jäger! Waffen sollten bei der Polizei eingelagert werden, können zum Sportschießen oder zur Jagd abgeholt werden und müssen dann aber wieder sofort abgegeben werden. Raus aus privatem Haushalt wie es die Grünen zu Recht fordern. Niemand braucht privat eine scharfe Waffe hier. Dann hätten wir hier auch mehr Sicherheit....