Hilfskräfte in Schutzanzügen beerdigen im Juli 2019 ein Ebola-Opfer im Kongo. | dpa

Ebola-Epidemie im Kongo WHO ruft Gesundheitsnotstand aus

Stand: 17.07.2019 21:10 Uhr

Seit mehr als einem Jahr grassiert im Kongo das Ebola-Virus. 1600 Menschen kamen bisher ums Leben. Die WHO hat nun den Gesundheitsnotstand erklärt - allerdings spricht sie von einer regionalen Bedrohung.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat wegen der Ebola-Epidemie im Kongo den internationalen Gesundheitsnotstand erklärt. Das entschied die Organisation nach einer Sitzung eines zuständigen Expertenrates. Allerdings bestehe nach wie vor nur eine regionale, keine internationale Bedrohung, betonte der Vorsitzende des Expertenausschusses, Robert Steffen.

Bislang mehr als 1600 Todesopfer

Seit etwa einem Jahr dauert der erneute Ausbruch der Infektionskrankheit in dem afrikanischen Staat an. Mehr als 1600 Menschen kamen bereits ums Leben, derzeit sind rund 2500 Fälle von Infektionen registriert. Damit ist es die Epidemie mit dem meisten Todesopfern nach dem schweren Ausbruch 2014 in Westafrika, bei dem mehr als 11.300 Menschen durch die Infektion starben.

Der Notstand bedeutet vorrangig, dass in dem Land verstärkt Maßnahmen ergriffen werden, um eine Ausbreitung der Krankheit einzudämmen und sie besser zu bekämpfen. So können etwa schneller Finanzmittel zur Verfügung gestellt werden, zudem sollen zusätzliche medizinische Hilfskräfte ausgebildet werden.

Keine Reisewarnung erhoben

Von Reisewarnungen oder gar Grenzschließungen sieht die WHO ab. Zwar muss eine grassierende Krankheit auch für weitere Länder eine Bedrohung darstellen, damit die WHO sich dazu entschließt, den Notstand zu erklären. Allerdings hat sich der Ebola-Virus bei dem aktuellen Ausbruch kaum über die Grenzen des Kongos hinweg verbreitet. Lediglich in Uganda waren im Juni drei Ansteckungsfälle registriert worden. Derzeit geht die WHO eigenen Angaben zufolge nicht davon aus, dass eine weitere Ausweitung der Krankheit drohe.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 17. Juli 2019 um 21:00 Uhr.

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KOMMENTARE

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Demokratieschuetzerin2021 18.07.2019 • 00:01 Uhr

@ Nettie (23:30): Ebola verliert seinen schrecken - Impfserum

hi Nettie Zu dem hier: Wenn eine maximal effiziente Eindämmung dieser Epidemie an fehlenden „Finanzmitteln“ scheitern sollte, kann aus der „regionalen“ Bedrohung schnell eine globale werden. Also ich weiss da was von einem Impfserum das bereits freigegeben ist: https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ebola-impfung-scheint-hochwirksam... oder hier: https://tinyurl.com/y63qowwu aerztezeitung.de: Ebola-Impfstoff kommt aus Deutschland (06.09.2017) Dutzende Mitarbeiter hat MSD eingestellt, obwohl die Zulassung für den Impfstoff noch aussteht. Der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) Professor Klaus Cichutek geht davon aus, dass die Europäische Arzneimittelbehörde das Medikament bis 2019 zulassen wird. Dafür sei hilfreich, dass die deutschen Zulassungsbehörden wie das PEI die Entwicklung eines Medikaments seit seinen Anfängen begleitet hätten. Daher: Produktion hochfahren und sofort ausliefern.