Helfer gehen im Juli 2019 in Schutzanzügen über das Gebiet eines Ebola-Behandlungszentrum im Kongo. | Bildquelle: AP

Virus im Kongo Ruanda schließt Grenze wegen Ebola

Stand: 01.08.2019 12:26 Uhr

In der Millionenstadt Goma haben Ärzte den dritten Ebola-Fall festgestellt. Ein einjähriges Mädchen wurde mit dem Virus infiziert. Da die Stadt direkt an der Grenze zu Ruanda liegt, wurde der Grenzübergang geschlossen.

Im Kongo herrscht die Ebola-Krise - betroffen ist auch die Millionenstadt Goma. Dort ist jetzt ein dritter Fall des gefährlichen Virus festgestellt worden. Es handele sich dabei um ein einjähriges Mädchen, sagte Michel Yao von der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die Patientin sei die Tochter des zweiten Ebola-Patienten aus der Stadt, bei dem der Virus festgestellt wurde. Der Mann und Vater war am Mittwoch an der Krankheit gestorben.

Goma mit mehr als einer Million Einwohner liegt direkt an der Grenze zu Ruanda. Seit dem Auftreten des ersten Falls in der Stadt vor zwei Wochen ist das Risiko einer Ausbreitung in das Nachbarland gestiegen. Die WHO hatte danach eine "gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite" ausgerufen.

Eine Ebola-Überlebende, die als Betreuerin für Babys arbeitet, hält ein Kind außerhalb der roten Zone im Ebola-Behandlungszentrum in Butembo, Demokratische Republik Kongo. | Bildquelle: REUTERS
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Die Ebola-Krise im Kongo wurde vor genau einem Jahr ausgerufen. Seitdem starben mindestens 2701 Menschen an dem Virus.

Sperrung der Grenze

Bislang ist in Ruanda kein Ebola-Fall bekannt. Das Land habe nun aber wegen der Ebola-Epidemie seine Grenze zum Kongo geschlossen, sagte der für die Ostafrikanische Gemeinschaft zuständige Staatssekretär im ruandischen Außenministerium, Olivier Nduhungirehe.

Vor einem Jahr, am 1. August 2018, hatte die kongolesischen Behörden den Ausbruch der WHO gemeldet. Seitdem sind mindestens 2701 Menschen an Ebola erkrankt und 1813 Menschen gestorben. Dieser Ausbruch ist besonders schwer in den Griff zu bekommen, da in den konfliktreichen Provinzen Nord-Kivu und Ituri etliche Milizen aktiv sind. Nach der Epidemie in Westafrika in den Jahren 2014 und 2015 mit über 11.000 Toten ist dies der bislang schlimmste Ebola-Ausbruch.

Ein Jahr Ebola in DR Kongo - WHO besorgt
Dietrich Karl Mäurer, ARD Zürich
01.08.2019 14:11 Uhr

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Über dieses Thema berichtete am 01. August 2019 Deutschlandfunk um 12:00 Uhr in den Nachrichten und die tagesschau um 14:00 Uhr.

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