Mitarbeiter des Gesundheitsamtes desinfizieren ein Gebäude des Krankenhauses in Mbandaka.  | Bildquelle: dpa

Ausbruch im Osten Kongos Zahl der Ebola-Opfer steigt

Stand: 05.08.2018 03:07 Uhr

Im Osten Kongos ist erneut die Ebola-Krankheit ausgebrochen. Bisher werden mehr als 30 Todesopfer befürchtet. Möglichst rasch soll jetzt Impfstoff verteilt werden - doch das ist in der Konfliktregion schwierig.

Der neue Ausbruch der gefährlichen Ebola-Krankheit in einem Konfliktgebiet im Osten des Kongos hat nach neuesten Zahlen der Gesundheitsbehörden des Landes möglicherweise bereits 33 Menschenleben gefordert. Von diesen Fällen seien 13 bestätigte Ebola-Opfer, die übrigen Toten galten nach diesen Angaben vorerst als Verdachtsfälle.

In den Krisengebieten um die Städte Beni und Mangina sollte möglichst bald Impfstoff verteilt werden. Der erste Fall wurde Ende Juli bekannt, nur wenige Tage, nachdem die Gesundheitsbehörden den vorherigen Ebola-Ausbruch im Westen des Landes für beendet erklärt hatten.

Gesundheitspersonal arbeitet in einer Ebola-Sicherheitszone im Gesundheitszentrum in Iyonda | Bildquelle: AFP
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Gesundheitspersonal in einer Ebola-Sicherheitszone in Iyonda Anfang Juni: Die Zahl der Opfer ist inwzischen auf 13 gestiegen.

Instabile Region

Der Osten des Kongos ist seit Jahrzehnten instabil. In der Region kämpfen mehrere Milizen, denen es vor allem um die Kontrolle von Land und Bodenschätzen geht. In dem Gebiet um die Stadt Beni etwa 50 Kilometer vor der Grenze zu Uganda entfernt leben zudem Hunderttausende durch die Kämpfe Vertriebene.

Helfer stehen vor massiven Problemen: Medizinisches Personal könne sich womöglich nur mit bewaffneten Eskorten in der Region bewegen, sagte Peter Salama, Leiter für Noteinsätze bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO). "Kontakte von Kranken in einem Kriegsgebiet aufzuspüren ist eine höchst komplexe Aufgabe."


Ebola gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. Bei einer verheerenden Epidemie 2014 und 2015 starben in Liberia, Guinea und Sierra Leone mehr als 11.000 Menschen. Für eine erfolgreiche Bekämpfung des Ausbruchs ist nach Darstellung internationaler Gesundheitsorganisationen das rigorose Aufspüren aller Menschen nötig, die entweder direkt mit Kranken in Kontakt waren oder mit anderen Menschen, die Kontakt zu Kranken hatten.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 01. August 2018 um 23:00 Uhr.

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