Rod Laver Arena in Melbourne | Bildquelle: AFP

Rauch bei Tennisturnier DTB kritisiert Australian Open

Stand: 15.01.2020 17:59 Uhr

Der Deutsche Tennisbund hat die Ausrichter der Australian Open kritisiert. Wegen des starken Rauchs infolge der Waldbrände hätten Spiele verschoben werden müssen - so setze man die Gesundheit der Profis aufs Spiel.

Angesichts der Buschbrände sorgt sich der Deutsche Tennisbund um die Gesundheit der Teilnehmer der Australian Open. Vizepräsident Dirk Hordorff sagte im SWR: "Gesund ist es nicht. Das macht einem schon Sorgen." Die lokalen Behörden hätten die Bevölkerung dazu aufgefordert, zuhause zu bleiben und sogar Hunde im Haus zu lassen, sagte Hordorff: "Wenn die Hunde zuhause bleiben sollen, dann ist das schon eine extreme Warnung. Und wenn man zur gleichen Zeit ein Tennismatch auf höchstem sportlichem Niveau bestreitet, dann ist das besorgniserregend."

Qualifikation hätte verschoben werden sollen

Das eigentliche Turnier ab Montag könne zwar stattfinden, da Regen vorausgesagt sei. Es wäre jedoch besser gewesen, die Qualifikationsspiele der vergangenen Tage zu verschieben, sagte Hordorff: "Es waren extreme Wetterbedingungen. Rauch war zu sehen, es war dunstig." Seiner Ansicht nach hätte man die Qualifikation deshalb um ein bis zwei Tage verschieben müssen: "Das ist dann schon die Frage, ob man die Gesundheit der Spieler nicht unnötig aufs Spiel gesetzt hat."

Die Organisatoren erklärten, die Luftbedingungen würden laufend kontrolliert. Weitere Entscheidungen würden nach Rücksprache mit Medizinern, Wetterexperten und Umweltschutzbehörden getroffen. Doch die Kritik ist nicht neu: Eine Tennisspielerin hatte Anfang der Woche bereits nach einem Hustenanfall aufgegeben und wurde von einer Betreuerin vom Platz geführt. Sie war nicht der einzige Tennisprofi, der in Melbourne über Atemprobleme klagte - weshalb sich die Organisatoren heftiger Kritik von Spielerinnen und Spielern ausgesetzt sahen. Mehrere Spiele wurden ausgesetzt oder verzögerten sich.

Luftqualität in Melbourne verschlechtert sich massiv
tagesschau 9:00 Uhr, 15.01.2020

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Tausende Feuerwehrleute im Einsatz

In den australischen Brandgebieten geht derweil der Kampf gegen die Flammen weiter. Allein im Bundesstaat Victoria, dessen Hauptstadt Melbourne ist, sind noch 1500 Feuerwehrleute im Einsatz. Bei den Bergungs- und Löscharbeiten hilft das australische Militär. Umgestürzte und verbrannte Bäume mussten von einer wichtigen Fernstraße geholt werden, dem "Princes Highway" im Südosten des Landes. In Tamboon suchten etwa ein Dutzend Menschen am Strand Schutz vor den Feuern.

Seit Monaten wüten vor allem im Südosten Australiens heftige Buschbrände, nach Angaben der Regierung starben 28 Menschen. Auch Mehr als eine Milliarde Tiere - Insekten und Reptilien nicht mitgezählt - starben nach Schätzungen von Experten.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 15. Januar 2020 um 09:00 Uhr.

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