Die Deutsche Bank-Zentrale in Frankfurt. | Bildquelle: REUTERS

Medienbericht Deutscher Bank droht neuer Ärger in den USA

Stand: 20.06.2019 03:03 Uhr

Laut einem Medienbericht untersuchen US-Behörden, ob die Deutsche Bank gegen dortige Geldwäsche-Gesetze verstoßen hat. Es gebe auch eine Verbindung zu US-Präsident Trump und dessen Schwiegersohn Kushner.

Der Deutschen Bank droht einem Medienbericht zufolge neuer Ärger in den USA. Die dortigen Behörden untersuchten, ob sich das Frankfurter Geldhaus an die Anti-Geldwäsche-Gesetze halte, berichtet die "New York Times" unter Berufung auf sieben mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Geprüft werden solle unter anderem, wie die Bank mit Berichten von Mitarbeitern über möglicherweise problematische Transaktionen umgegangen sei. Einige dieser Transaktionsprotokolle stünden im Zusammenhang mit US-Präsident Donald Trump und dessen Schwiegersohn und Berater Jared Kushner. Auch andere Banken würden untersucht.

Filiale der Deutschen Bank in New York | Bildquelle: AFP
galerie

Einstmals enge Beziehungen zu Trump: Filiale der Deutschen Bank in New York.

Verdächtige Transaktionen nicht gemeldet?

Eine Grundlage der Untersuchungen ist offenbar ein Bericht der "New York Times" aus dem Mai. Damals hatte die Zeitung berichtet, Mitarbeiter der Deutschen Bank hätten einige Transaktionen der Finanzaufsicht melden wollen, Führungskräfte hätten dies aber abgelehnt. Der Bericht berief sich damals unter anderem auf eine ehemalige Mitarbeiterin der Bank, die auf Anti-Geldwäsche-Maßnahmen spezialisiert war. Diese sagte der Zeitung, sie habe der Bank empfohlen, das US-Finanzministerium über eine Reihe von Geldüberweisungen der Immobilienfirma von Kushner an russische Staatsbürger im Jahr 2016 zu informieren - das habe das Institut aber abgelehnt.

Die Bank und Trump wiesen den Bericht damals zurück. Der Anwalt der ehemaligen Mitarbeiterin gab im Gespräch mit der "New York Times" nun an, erst vor kurzem vom FBI wegen seiner Mandantin kontaktiert worden zu sein.

Ein Sprecher der Deutschen Bank wollte sich zu dem aktuellen Bericht nicht äußern. Er sagte lediglich, dass das Geldhaus bei den Untersuchungen weiter kooperieren wolle.

Die Finanzen von Trump werden bereits vom US-Kongress und den Behörden des Bundesstaates New York durchleuchtet. Die Deutsche Bank hatte dem Geschäftsmann Trump vor seiner Präsidentschaft hohe Kredite gewährt und steht deshalb im Zentrum des Interesses.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 20. Juni 2019 um 08:00 Uhr in den Nachrichten.

Darstellung: