Proteste in Barcelona | Bildquelle: AP

Nach Puigdemont-Festnahme Proteste und Ausschreitungen in Barcelona

Stand: 26.03.2018 00:41 Uhr

Aus Protest gegen die Festnahme des ehemaligen katalonischen Regionalpräsidenten Puigdemont sind in Barcelona Zehntausende auf die Straße gegangen. Dabei kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei, viele Menschen wurden verletzt.

In Barcelona haben Tausende Menschen gegen die Festnahme des ehemaligen katalanischen Regierungschefs Carles Puigdemont protestiert - die Polizei sprach von etwa 55.000 Teilnehmern.

Dabei kam es im Zentrum der Stadt zu heftigen gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. Die Beamten setzten Schlagstöcke ein, um aufgebrachte Demonstranten davon abzuhalten, zum Büro der spanischen Regierungsvertreter in Barcelona zu gelangen. Augenzeugen berichten auch von Warnschüssen in die Luft. Mindestens 50 Menschen wurden nach Angaben der örtlichen Gesundheitsbehörde verletzt.

Sebastian Kisters, ARD Madrid, mit einer Einschätzung zu den Protesten
tagesthemen 23:15 Uhr, 25.03.2018

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Marsch zum deutschen Konsulat

Der Protestmarsch führte von der Vertretung der Europäischen Kommission zum deutschen Konsulat in Barcelona. Viele Demonstranten zeigten kleine Transparente mit der deutschen Aufschrift: "Befreit unseren Präsidenten. Seid nicht Mithelfer!" Andere trugen Unabhängigkeitsflaggen und Puigdemont-Masken als Zeichen der Unterstützung. Auf mehreren Straßen in Barcelona kam der Verkehr zeitweise zum Erliegen.

Zu dem Protest hatte die Unabhängigkeitsbewegung ANC aufgerufen. Sie appellierte an Deutschland, Puigdemont nicht an Spanien auszuliefern. Er sei eines Verbrechen angeklagt, das aus politischen Gründen erfunden worden sei. 

Demonstrationen in Katalonien nach Puigdemont-Festnahme
tagesthemen 23:15 Uhr, 25.03.2018, Natalia Bachmayer, ARD Madrid

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Dürres Statement der Regierung

Die spanische Regierung reagierte nüchtern auf die Nachricht von Puigdemonts Festnahme: Man habe die entsprechende Bestätigung der deutschen Behörden erhalten. Kein weiterer Kommentar. Der Chef der spanischen Sozialisten, Pedro Sánchez, verteidigte auf Twitter die Festnahme Puigdemonts. Er schrieb: "Wir leben in einem Rechtsstaat. Niemand steht über dem Gesetz." Nach den Worten des Chefs der liberalen Partei Ciudadanos, Albert Rivera, ist die "Flucht des Putschisten Puigdemont" nun beendet.

Ausschreitungen Barcelona | Bildquelle: dpa
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Am Rande der Demo in Barcelona kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstraten und der Polizei.

Am Freitag hatte das Oberste Spanische Gericht ein Strafverfahren gegen Puigdemont und andere katalanische Politiker eröffnet. Der Vorwurf: Rebellion im Zusammenhang mit dem Unabhängigkeitsprozess. Darauf stehen in Spanien bis zu 30 Jahre Gefängnis.

Mit Informationen von Oliver Neuroth, ARD-Studio Madrid

Katalonien: Tausende protestieren in Barcelona gegen die Festnahme Puigdemonts
Oliver Neuroth, ARD Madrid
25.03.2018 20:04 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 25. März 2018 um 20:00 Uhr.

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