Zehn Demokratische Präsidentschaftsbewerber bei der ersten TV-Debatte. | Bildquelle: dpa

TV-Debatte der Demokraten Zehn gegen Trump

Stand: 27.06.2019 07:14 Uhr

Die erste TV-Debatte der US-Demokraten endet ohne klaren Sieger. Unterschiede zeigen sich vor allem im Stil - und damit kann mancher unbekannte Herausforderer Trumps punkten.

Von Arthur Landwehr, ARD-Studio Washington

Zehn Kandidaten auf der Bühne, befragt von fünf Moderatoren, 60 Sekunden Zeit für eine Antwort: Knapp eineinhalb Jahre vor der Präsidentschaftswahl in den USA haben sich zehn Bewerber der Demokraten das erste Fernsehduell geliefert. Insgesamt haben bisher mehr als 20 Politiker bei den Demokraten eine Bewerbung angekündigt.

Die Highlights der TV-Debatten der US-Demokraten
Morgenmagazin, 28.06.2019, Verena Bünten, ARD Washington

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Es war mehr ein Abfragen, denn eine Debatte. Wirtschaft, Krankenversorgung, Einwanderung, Irankrise, Waffen, Klimawandel - "wie würdet ihr es damit als Präsident oder Präsidentin halten?" Die florierende Wirtschaft ist es, womit der amtierende Präsident Donald Trump punktet. Was dagegen setzen? 

"Die Wirtschaft ist für eine immer dünner werdende Schicht an der Spitze klasse. Klasse für die Pharmaindustrie. Aber nicht für die, die ein Medikament bezahlen müssen", sagt Elisabeth Warren. Die Senatorin aus Massachusetts hat von allen Bewerbern des Abends die besten Umfragewerte.  

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Diese US-Demokraten wollen Präsident werden

Das Feld der Präsidentschaftsbewerber bei den US-Demokraten wird immer größer:

Das Weiße Haus in Washington

1600 Pennsylvania Avenue, besser bekannt als das Weiße Haus in Washington: Hier würden zahlreiche US-Demokraten gerne ab Januar 2021 ihren Hauptwohnsitz nehmen - als 46. US-Präsident. Die Zahl der Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur wächst und wächst. Noch nie zuvor war das Kandidatenfeld so vielfältig. Ein Favorit aber lässt sich noch nicht ausmachen. Ein Überblick. | Bildquelle: picture alliance / dpa

Gemeinsame Haltung

Auf diese Haltung konnten sich alle verständigen: Trump macht eine Politik der Reichen auf Kosten der arbeitenden Menschen. Die Demokraten des Jahres 2020 dagegen seien genau deren Partei. Und damit auch derjenigen, die Trump gewählt hätten, zu deren Lasten er aber Politik mache.

Der New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio fasst es zusammen: "Dies wird der Kampf um Herz und Seele unserer Partei", sagt er. "Dies ist die Partei der arbeitenden Menschen. Ja, wir sind für 70 Prozent Steuern für die Reichsten. Und wir sind für kostenlose Unis."

Da kann man sich noch einigen. Unterschiede gibt es vor allem in Einzelfragen: So will Warren Unternehmen wie Facebook oder Amazon zerschlagen. Damit trifft sie auf Widerstand bei den Mitbewerbern. Staatliche oder private Krankenversicherung - da zeigen sich verschiedene Ideen. Mehr oder weniger Staat? Gleiches gilt für Klimaschutz - Anreize oder Verbote?

US-Präsident Donald Trump | Bildquelle: AFP
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US-Präsident Donald Trump: Die US-Demokraten suchen seinen Herausforderer.

Einwanderung als zentrales Thema

Ein zentrales Thema ist die Einwanderung: teilweise schreckliche Verhältnisse in Lagern an der Grenze zu Mexiko, Kinder, die sich selbst überlassen sind. "Wir brauchen einen Marshall-Plan für Honduras, Guatemala und El Salvador", sagt Julian Castro, sodass die Menschen Sicherheit und Chancen zu Hause hätten.

Der frühere Bauminister, selbst hispanischer Abstammung, gibt ebenso wie Beto O'Rourke aus Texas und der Afroamerikaner Cory Booker aus New Jersey einen Teil der Antworten auf Spanisch.

Und schließlich ist da noch das Thema Iran. Zurück in den Vertrag? Wo ist die Rote Linie? "Jeder Amerikaner sollte aufstehen und sagen: Kein Krieg mit dem Iran. Wir müssen in den Atomvertrag zurück und Verbesserungen verhandeln", sagte die Abgeordnete Tulsi Gabbard aus Hawaii, die selbst im Irak und in Kuwait gedient hat. Hier gibt es Einigkeit.

Klare Sieger gibt es keine - aber sehr deutlich werden Unterschiede im Stil. Vor allem weniger bekannte Kandidaten nutzten die Gelegenheit, mit griffigen Statements zu glänzen.

Warren zeigt sich mit den klarsten Vorstellungen eines Regierungsprogramms und schafft es, dies kämpferisch zu vermitteln. Vor allem Julian Castro, dem seine Regierungserfahrung hilft, und Cory Booker, der klar auf die afroamerikanischen Wähler zielt, können sich positionieren und damit die Gelegenheit nutzen.

Washington: Erster Debattenabend der Demokraten
Arthur Landwehr, ARD Washington
27.06.2019 06:24 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 27. Juni 2019 um 06:00 Uhr.

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