Bill de Blasio und seine Frau Gracie | Bildquelle: AP

US-Wahlkampf De Blasio will nicht mehr Präsident werden

Stand: 20.09.2019 20:06 Uhr

Der New Yorker Bürgermeister de Blasio ist aus dem Rennen um die Präsidentschaftsnominierung der Demokraten ausgestiegen. "Es ist klar nicht meine Zeit", sagte er. Seine Umfragewerte lagen im Keller.

Das Feld der demokratischen Bewerber für die Präsidentschaftskandidatur lichtet sich weiter: New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio hat seine Bewerbung für die Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten der Demokraten aufgegeben. Er stelle seine Kampagne ein, erklärte er im Gespräch mit dem Nachrichtensender MSNBC. "Es ist klar nicht meine Zeit", räumte er mit Blick auf mangelnde Unterstützung für seine Kandidatur ein.

Im Wahlkampf gegen Präsident Donald Trump werde er nun den Kandidaten seiner Partei unterstützen, der sich die Nominierung sichern könne, versprach er. "Ich werde meine Arbeit als Bürgermeister von New York City fortsetzen, und ich werde weiter Fürsprecher für die arbeitende Bevölkerung und für eine Demokratische Partei sein, die sich für Arbeiter einsetzt."

De Blasio war es seit der Bekanntgabe seiner Präsidentschaftsbewerbung im Mai nicht richtig gelungen, in Fahrt zu kommen. Er hatte im Feld der demokratischen Präsidentschaftsbewerber stets weit abgeschlagen auf einem der hintersten Ränge gelegen. In einer Umfrage lag er kürzlich bei unter 1,0 Prozent. Zur jüngsten Fernsehdebatte der demokratischen Bewerber in der vergangenen Woche war er nicht eingeladen.

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Diese US-Demokraten wollen Präsident werden

Das Feld der Präsidentschaftsbewerber bei den US-Demokraten ist sehr groß

Das Weiße Haus in Washington

1600 Pennsylvania Avenue, besser bekannt als das Weiße Haus in Washington: Hier würden zahlreiche US-Demokraten gerne ab Januar 2021 ihren Hauptwohnsitz nehmen - als 46. US-Präsident. Die Zahl der Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur wuchs zunächst immer weiter an, bis die ersten Bewerber im August aufgaben. Dennoch war das Kandidatenfeld noch die so vielfältig. Ein Favorit aber lässt sich noch nicht ausmachen. Ein Überblick. | Bildquelle: picture alliance / dpa

Seit 2014 Bürgermeister von New York

Seit 2014 ist de Blasio Bürgermeister von New York. Kurz schien er zur maßgeblichen Stimme des wachsenden linken Flügels innerhalb der Demokratischen Partei zu werden - seine zentrale Botschaft war, gegen Ungerechtigkeiten beim Einkommen vorzugehen. Dieses Thema griff er auch bei seiner Präsidentschaftsbewerbung auf: "Es gibt genügend Geld in der Welt. Es gibt genügend Geld in diesem Land. Es ist bloß in den falschen Händen."

In seiner ersten Amtszeit ließ der Enthusiasmus der linksorientierten Parteimitglieder für de Blasio nach, teils wegen Fehlentscheidungen in New York, teils wegen größerer Namen anderswo im Politgeschäft.

Noch rund 20 Demokraten im Rennen

Die Favoriten im Rennen um die Kandidatur für die Demokraten sind momentan der frühere Vizepräsident Joe Biden sowie die Senatoren Elizabeth Warren und Bernie Sanders. Insgesamt bemühen sich immer noch rund 20 Demokraten um die Nominierung der Demokraten.

Das Feld lichtet sich aber nach und nach. Die parteiinternen Vorwahlen, bei denen die Demokraten ihren Kandidaten für die Präsidentenwahl im November 2020 festlegen, beginnen erst im Februar. Trump will sich bei der Wahl eine zweite Amtszeit sichern.

Bill de Blasio steigt aus US-Präsidentschaftsrennen aus
Antje Passenheim, ARD New York
21.09.2019 08:12 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 20. September 2019 um 23:36 Uhr.

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