Mette Frederiksen, Vorsitzende der sozialdemokratischen Partei von Dänemark, verschenkt rote Rosen an Wähler in ihrer Heimatstadt Aalborg. | Bildquelle: dpa

Prognose Sozialdemokraten bei Wahl in Dänemark vorn

Stand: 05.06.2019 20:40 Uhr

Bei der Parlamentswahl in Dänemark sind die Sozialdemokraten einer ersten Prognose zufolge stärkste Kraft. Die liberale Venstre von Regierungschef Rasmussen liegt auf Platz zwei. Damit deutet sich ein Regierungswechsel an.

Erste Prognosen sehen die Sozialdemokraten als stärkste Kraft bei der dänischen Parlamentswahl: Die Oppositionspartei kam nach Angaben des dänischen Rundfunks auf 26,2 Prozent. Die liberale Venstre-Partei von Regierungschef Lars Løkke Rasmussen erreichte nach Auszählung von knapp 70 Prozent aller Stimmen 23,4 Prozent und konnte leicht zulegen.

Der Linksblock um die Sozialdemokraten könnte damit 91 der 179 Parlamentssitze und damit eine Mehrheit erobern. Das jetzige Regierungsbündnis käme im neu gewählten Parlament der Prognose zufolge nur auf 75 Mandate.

Christian Stichler, ARD Stockholm, zzt. Kopenhagen, zu aktuellen Hochrechnungen
nachtmagazin 00:00 Uhr, 06.06.2019

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Hart in der Asylpolitik, links im Sozialwesen

Die Spitzenkandidatin der Sozialdemokraten, Parteichefin Mette Frederiksen, hatte in der Asylpolitik einen konservativen Kurs eingeschlagen. Im Wahlkampf versprach sie den Dänen eine Eindämmung der Zuwanderung aus nicht-westlichen Ländern, Arbeitspflicht für anerkannte Flüchtlinge und mehr Abschiebungen. In der Sozialpolitik vertritt Frederiksen traditionell linke Positionen.

Ministerpräsident Løkke Rasmussen hatte im Wahlkampf eher auf Stabilität gesetzt. "Unsichere Zeiten verlangen eine erfahrene, robuste und verantwortliche Führung", sagte er etwa.

Die Sozialistische Volkspartei, die sich vor allem für grüne Themen einsetzte, kommt auf 7,6 Prozent der Stimmen und könnte damit ihre Mandate verdoppeln.

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... vor Lars Løkke Rasmussen, dem dänischen Ministerpräsident von den Liberalen (Venstre).

Misstöne im Wahlkampf durch Rechtsextreme

Die rechtspopulistische Dänische Volkspartei muss demnach heftige Verluste hinnehmen: Sie kommt nach den auf Nachwahlbefragungen basierenden Zahlen auf nur neun Prozent - damit würde sich die Zahl ihrer Sitze im Parlament halbieren.

Für Misstöne vor der Wahl hatten vor allem die Rechtspopulisten gesorgt. Rasmus Paludan von der Gruppierung "Stram Kurs" hatte etwa angekündigt, käme er an die Macht, würden Muslime freiwillig aus Dänemarkt ausreisen. Der ersten Tendenz zufolge könnte "Starm Kurs" knapp die Zwei-Prozent-Hürde überwinden und ins Parlament einziehen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 05. Juni 2019 um 20:00 Uhr.

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