Königin Elizabeth II. spricht bei den Feierlichkeiten zum D-Day | Bildquelle: AFP

75 Jahre D-Day "Mit Demut und Freude sage ich Danke"

Stand: 05.06.2019 15:45 Uhr

In Portsmouth haben Staats- und Regierungschefs an die Landung der Alliierten in der Normandie im Zweiten Weltkrieg erinnert. Die Queen bedankte sich bei den Veteranen. Am Rande trafen sich Kanzlerin Merkel und US-Präsident Trump.

Mit einer feierlichen Zeremonie haben die Staats- und Regierungschefs der westlichen Alliierten und Deutschlands der Landung in der Normandie im Zweiten Weltkrieg gedacht. An der Gedenkveranstaltung in der südenglischen Hafenstadt Portsmouth nahmen unter anderen die britische Königin Elizabeth II., Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Donald Trump teil.

Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, die britische Premierministerin Theresa May und Thronfolger Prinz Charles sowie Kanadas Premier Justin Trudeau waren unter den Teilnehmern.

Die Queen, US-Präsident Trump und Bundeskanzlerin Merkel während der Feierlichkeiten zum 75. Jahrestags des D-Days. | Bildquelle: REUTERS
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Die Queen, US-Präsident Trump und Bundeskanzlerin Merkel während der Feierlichkeiten zum 75. Jahrestags des D-Days in Portsmouth.

Elizabeth II.: "Die Kriegsgeneration ist widerstandsfähig"

Die britische Königin bedankte sich in ihrer Rede ausdrücklich bei den Veteranen des Weltkrieges, von denen etwa 300 anwesend waren. "Mit Demut und Freude sage ich Ihnen allen: Danke", sagte Elizabeth II.

Ihr Vater, König George VI., habe damals einen neuen Geist und eine unbezwingbare Entschlossenheit gefordert, so die Queen. "Genau das haben viele mutige Männer in die Schlacht mitgebracht, da das Schicksal der Welt von ihrem Erfolg abhing", sagte sie. Viele junge Leute seien aber nie von dort zurückgekehrt.

Auch auf ihr Alter spielte die 93-Jährige bei der Zeremonie an: "Als ich an der Gedenkfeier zum 60. Jahrestag der Landung des D-Days teilnahm, dachten einige, es könnte das letzte derartige Ereignis sein. Aber die Kriegsgeneration, meine Generation, ist widerstandsfähig - und ich freue mich, heute mit Ihnen in Portsmouth zusammen zu sein."

D-Day-Feierlichkeiten in Portsmouth
tagesschau 17:00 Uhr, 05.06.2019, Annette Dittert, ARD London

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Militärspektakel mit Musik und Tanzeinlage

Die Regierung in London hatte das "größte britische Militärspektakel der jüngeren Geschichte" angekündigt. Beteiligt waren zahlreiche Soldaten, Kriegsschiffe und Militärflugzeuge.

Zu der Veranstaltung gehörten auch Musik- und Tanzeinlagen. Mehrere Tagebucheinträge von Zeitzeugen wurden verlesen, unter anderem von May, Trudeau und Macron. Trump sprach ein Gebet.

D-Day-Veteranen bei einer Gedenkveranstaltung in Portsmouth | Bildquelle: AP
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D-Day-Veteranen bei einer Gedenkveranstaltung in Portsmouth. Das Schicksal der Welt hing von ihrem Erfolg ab, sagte die Queen.

Merkel trifft Trump

Am Rande der Feierlichkeiten trafen sich Merkel und der US-Präsident. Bei dem etwa 15-minütigen Gespräch sei es um das Kriegsland Libyen und die Lage in Westafrika gegangen, hieß es von Trumps Sprecherin Sarah Sanders.

Bis zuletzt hatte es öffentlich Unklarheit gegeben, ob das Treffen tatsächlich stattfinden würde. An der Unterredung nahmen auch Trumps Sicherheitsberater John Bolton und sein amtierender Stabschef Mick Mulvaney teil.

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D-Day: Landung in der Normandie

D-Day

Die Landung der alliierten Streitkräfte in der Normandie am 6. Juni 1944 war ein entscheidender Schritt zur Befreiung Frankreichs und Westeuropas von der Nazi-Herrschaft. Das Foto zeigt US-Soldaten, wie sie von einem Landeboot in Richtung Omaha-Beach in der Nähe des Ortes Vierville-sur-Mer vorrücken. Auf der Konferenz von Teheran im November/Dezember 1943 hatten die Regierungschefs der drei Hauptalliierten der Anti-Hitler-Koalition - US-Präsident Franklin D. Roosevelt, der britische Premierminister Winston Churchill und der sowjetische Staatschef Josef Stalin - eine Gesamtoffensive gegen Nazi-Deutschland beschlossen. Die Landung in der Normandie war der Auftakt zur Endphase der Befreiung. | Bildquelle: REUTERS

Größte Landungsoperation der Militärgeschichte

Am 6. Juni 1944 waren alliierte Truppen im Zweiten Weltkrieg in Frankreich gelandet, das von der deutschen Wehrmacht besetzt war. Von Portsmouth aus hatte sich ein Großteil der Streitkräfte auf den Weg über den Ärmelkanal Richtung Normandie gemacht. Die größte Landungsoperation der Militärgeschichte hatte entscheidende Bedeutung für den weiteren Verlauf des Zweiten Weltkrieges.

Der sogenannte D-Day markiert den Auftakt der Befreiung Europas vom nationalsozialistischen Deutschland von Westen her und den Beginn des Siegeszugs einer demokratischen Bewegung in aller Welt. Er steht aber auch für Zehntausende Tote und Verwundete.

Am eigentlichen Jahrestag des D-Days - also morgen, am 6. Juni - ist an der französischen Küste eine große Gedenkveranstaltung geplant. Auch daran nimmt Trump teil. Zwischendurch übernachtet er in Irland und trifft sich dort auch mit Premierminister Leo Varadkar.

Über dieses Thema berichtete am 05. Juni 2019 B5 aktuell um 07:20 Uhr und die tagesschau um 15:00 Uhr.

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