Ein Sicherheitsbeamter überprüft die Einhaltung der Corona-Maßnahmen an der U-Bahn-Station King's Cross in London. | Bildquelle: dpa

Corona-Maßnahmen im Überblick So reagiert Europa auf die neuen Rekordzahlen

Stand: 08.10.2020 19:08 Uhr

Maskenpflicht im Freien, Schließung von Bars, Beschränkungen bei privaten Feiern - die Höchstwerte bei Neuinfektionen, die derzeit fast überall in Europa gemeldet werden, veranlassen die Regierungen zu verschärften Maßnahmen. Ein Überblick.

So unterschiedlich sich das Ausbruchsgeschehen derzeit in den Ländern Europas entwickelt, so verschieden sind auch die Maßnahmen, die von den Regierungen verhängt werden.

Frankreich

Nirgendwo in Europa ist die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden so hoch wie in Frankreich. Fast 19.000 Fälle meldeten die Behörden zuletzt. Frankreichs Regierung hat wegen der besorgniserregenden Lage nun für weitere Städte die "maximale Alarmstufe" ausgerufen. Diese gelte ab Samstag in Lille, Grenoble, Lyon und Saint-Etienne, kündigte Gesundheitsminister Olivier Véran an.

Rasanter Anstieg der Corona-Infektionen in Frankreich
tagesschau 12:00 Uhr, 09.10.2020, Friederike Hofmann, ARD Paris

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Bereits seit Dienstag gilt in Paris, in Marseille und im Überseegebiet Guadeloupe die höchste Corona-Warnstufe - sie ist die letzte Stufe vor dem Gesundheitsnotstand. Unter anderem mussten alle Bars und Cafés schließen, weitere Einschränkungen gibt es etwa in Turnhallen oder Schwimmbädern. Zudem gelten in Restaurants strengere Hygienemaßnahmen. Wer Freunde oder Familie empfangen wolle, müsse Abstand halten und Maske tragen.

Véran betonte gleichzeitig, dass es auch gute Nachrichten gebe: Die Situation in Nizza habe sich deutlich verbessert. Auch in Bordeaux, Rennes und Marseille sei eine positive Entwicklung zu beobachten. Frankreich hatte von Mitte März bis etwa Mitte Mai einen der strengsten Lockdowns in Europa ausgerufen.

Belgien

Auch in Brüssel hieß es "letzte Runde": In der belgischen Hauptstadt als Sitz der EU-Institutionen machten in dieser Woche - zunächst für einen Monat - alle Bars und Cafés zu. Wie in Frankreich können Restaurants unter strengeren Auflagen vorerst offen bleiben. Freitag wollen die Behörden entscheiden, ob und wie Schulen und Universtitäten offen bleiben können.

Die belgischen Gesundheitsbehörden zählten in Brüssel in den vergangenen zwei Wochen 502 Infektion je 100.000 Einwohner. Damit ist die Metropole die am zweitstärksten von der Pandemie betroffene Hauptstadt der Europäischen Union - nur in Madrid sind die Infektionszahlen noch höher.

Spanien

Der sogenannte Inzidenzwert ist in Madrid mit wöchentlich mehr als 700 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohnern mit Abstand der höchste in der EU. Trotzdem hob ein Gericht den zuvor von der spanischen Zentralregierung angeordneten Teil-Lockdown für Madrid und neun weitere Orte in der Region wieder auf. Die Zentralregierung hatte wegen der steigenden Zahl an Neuinfektionen angeordnet, dass die Bewohner des Großraums Madrid ihre Häuser nur mit triftigem Grund verlassen dürfen. Die Regionalregierung hatte dagegen Klage eingereicht und Madrids höchstes Regionalgericht gab dieser statt.

Das Gericht begründete dies mit der unzulässigen Beschränkung der "Rechte und fundamentalen Freiheiten" der betroffenen 4,5 Millionen Einwohner. Die Zentralregierung sei zu derartigen Maßnahmen nicht befugt, dies liege in der Entscheidungsgewalt der Regionalregierungen. Ohne das grüne Licht der Justiz kann die Polizei Verstöße gegen die Beschränkungen nun nicht ahnden. Trotz des Gerichtsurteils hat die Regionalregierung die Menschen aufgefordert, die Metropolregion Madrid nicht zu verlassen.

Portugal

Auch in Portugal steigen die Fallzahlen deutlich an - obgleich das Land bisher von großen Infektionswellen wie etwa in Spanien verschont blieb. Dennoch: Die Gesundheitsbehörde meldete nun Anfang Oktober erstmals seit April mehr als 1000 Positiv-Tests innerhalb eines Tages. "Wir müssen uns vorbereiten auf das, was kommt", sagt der Staatssekretär für Gesundheit, Antonio Lacerda Sales, bei einem Krankenhausbesuch in der Stadt Braga im Norden des Landes. Wie sich das Land neu justiert, ließ die Regierung bisher offen.

Bislang aber gelten etwa Abstandspflichten im öffentlichen Raum, Treffen von maximal zehn Personen sowie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in Verkehrsmitteln und Geschäften. Verstöße werden mit bis zu 500 Euro bei Einzelpersonen und bis zu 5000 Euro bei Gruppen geahndet.

Italien

Italien führte wegen des Anstiegs der Neuinfektionen eine landesweite Maskenpflicht im Freien ein. Wer beim Verlassen seiner Wohnung keine Maske trage, riskiere eine Geldstrafe von bis zu eintausend Euro, verkündete Regierungschef Giuseppe Conte zuletzt. Nur bei sportlichen Aktivitäten muss kein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Die Regelungen gelten nicht in Privaträumen oder an Orten, an denen sich nur eine Familie aufhält. Ausgenommen von der Pflicht sind auch Kinder unter sechs Jahren.

Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza ordnete angesichts steigender Zahlen außerdem für Einreisende aus Großbritannien, Belgien, den Niederlanden und Tschechien eine Test-Pflicht an.

Wie tief der Schock durch die erste Welle mit mehr als 30.000 Todesfällen noch sitzt, zeigt eine weitere Maßnahme der Regierung: Sie verabschiedete ein Gesetz, das den italienischen Regionen untersagt, Maßnahmen zu beschließen, die weniger restriktiv sind als jene, die von Rom getroffen werden. Sie haben jedoch die Möglichkeit, noch striktere Regeln aufzustellen. Einige Regionen, wie beispielsweise Latium und Kampanien, hatten bereits eine regionale Maskenpflicht in der Öffentlichkeit beschlossen.

Polen

Auch Polen kündigte eine landesweite Maskenpflicht im öffentlichen Raum ab dem 10. Oktober an an. "Die zweite Welle ist da", erklärte Regierungschef Mateusz Morawiecki dazu. Das Land sei derzeit nur wenige Schritte von einem Mangel an Krankenhausbetten für Coronavirus-Patienten entfernt. Von Samstag an werde das gesamte Land als sogenannte gelbe Zone eingestuft. Bislang gibt es in Polen 51 lokale gelbe und rote Zonen mit erhöhtem oder stark erhöhtem Infektionsgeschehen. Mit der Ausweitung gelten weitere Restriktionen - etwa die Begrenzung von Feiern auf maximal 75 Teilnehmer. "Nur so können wir einen Lockdown verhindern", sagte Morawiecki.

Zuvor hatte die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Polen einen Rekordwert erreicht. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums verzeichneten die Behörden mehr als 4000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Im gleichen Zeitraum starben 76 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus - so viele wie nie zuvor. Das Land wird vom Auswärtigen Amt in Berlin bislang aber nicht als Risikogebiet eingestuft.

Österreich

Wie Polen und Frankreich verzeichnete auch Österreich einen neuen Höchststand bei den Neuansteckungen mit mehr als 1200 Fällen binnen 24 Stunden. Laut einer Umfrage des Instituts Gallup glaubt nur noch gut jeder Zweite, dass die Regierung die Lage im Griff hat. Wien sowie die österreichischen Bundesländer Vorarlberg und Tirol stehen auf der Liste der Corona-Risikogebiete der Bundesregierung.

Die Corona-Ampel zur Bewertung der Lage in Österreich könnte einem Medienbericht zufolge am Freitag erstmals für verschiedene Bezirke die höchste Warnstufe Rot zeigen. Die Corona-Ampel in Österreich bewertet neben den Infektionszahlen der vergangenen sieben Tage auch Faktoren wie das Alter der Erkrankten, die Krankenhauskapazitäten und die Nachverfolgbarkeit der Ansteckungen.

Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck wollte zuletzt einen zweiten Lockdown nicht ausschließen. Derzeit gelten in Deutschlands Nachbarland etwa Abstandsregelungen und eine Sperrstunde ab 1.00 Uhr nachts. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes war nach zwischenzeitlicher Aufhebung vor kurzem wieder etwa in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln verpflichtend eingeführt worden. Nur Personen aus demselben Haushalt oder maximal zehn Personen dürfen im öffentlichen Bereich zusammenkommen.

Tschechien

Tschechien verzeichnete erstmals seit der Pandemie mehr als 5000 Neuinfektionen an einem Tag. Die Regierung reagierte nun mit massiven Einschränkungen des Alltags. Von Montag an würden Freizeitaktivitäten "sehr drastisch eingeschränkt und praktisch eingefroren", sagte Gesundheitsminister Roman Prymula. Theater, Kinos und Zoologische Gärten müssen für zunächst 14 Tage schließen. Auch Profi- und Amateursportveranstaltungen werden untersagt. Ausnahmen gelten unter anderem für internationale Begegnungen mit einer Sondergenehmigung. Sporthallen, Schwimmbäder und Fitnesszentren werden geschlossen. Die Sperrstunde für Gaststätten wird auf 20.00 Uhr vorgezogen. An einem Tisch dürfen maximal vier Gäste sitzen. Die Herbstferien an den Schulen werden um eine Woche verlängert, der Fernunterricht landesweit ausgeweitet.

Der neue Maßnahmenkatalog sollte ursprünglich erst am Freitag bekanntgegeben werden. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen steige rapide an, sagte Prymula. Bei der derzeitigen Zuwachsrate müsse man in zwei Wochen auf die Reservekapazitäten zurückgreifen. Zu Wochenbeginn hatte das Kabinett zum zweiten Mal in diesem Jahr den Notstand ausgerufen. Für Aufsehen sorgte unterdessen ein offener Brief der Leiter mehrerer Krankenhaus-Intensivstationen. Sie appellierten vor allem an junge Menschen, die geltenden Regeln einzuhalten. "Wir kämpfen auf unseren Stationen um das Leben von Menschen, die ohne die Coronavirus-Infektion noch weitere zehn oder 20 qualitätsvolle Lebensjahre vor sich hätten."

Dänemark

In Dänemark sind die Infektionszahlen in der Region um Kopenhagen zwar fallend, aber das Niveau sei weiterhin hoch, teilte das Gesundheitsministerium zuletzt mit. Die aktuell geltenden Maßnahmen wurden deshalb in dieser Woche bis zum 31. Oktober verlängert. Nach einem vorherigen Anstieg der dänischen Infektionszahlen hatte die Regierung in Kopenhagen zuletzt Mitte September neue Beschränkungen eingeführt.

Restaurants, Cafés und Kneipen in ganz Dänemark müssen seitdem bereits um 22.00 Uhr schließen. Zudem muss man seither in allen Lokalen einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Die maximale Teilnehmerzahl für öffentliche Versammlungen wurde auf 50 herabgesetzt, das wurde später auch auf private Veranstaltungen etwa in Restaurants erweitert. Arbeitnehmer werden aufgefordert, wenn möglich im Homeoffice zu arbeiten. Soziale Kontakte sollen die Dänen generell begrenzen und den öffentlichen Nahverkehr in Stoßzeiten meiden. Mittlerweile haben sich die Corona-Zahlen in Dänemark wieder etwas gebessert. Dies sei jedoch kein Grund, um auf dem Weg in die Winterzeit den Griff um das Virus zu lockern, sagte Gesundheitsminister Magnus Heunicke.

Großbritannien

Rekordwerte von mehr als 1000 neuen Fällen binnen 24 Stunden in Schottland veranlassten die Regierung diese Woche zu strengeren Maßnahmen. Seit Mittwoch gilt zunächst eine zweiwöchige Schließung von Lokalen im zentralen Teil des Landes, einschließlich der Städte Glasgow und Edinburgh. Im Rest des Landes dürfen Pubs und Restaurants wegen steigender Infektionszahlen von Samstag an für etwa zwei Wochen keinen Alkohol mehr ausschenken. Die Betreiber können aber Essen und nichtalkoholische Getränke bis 18.00 Uhr anbieten.

Nach den Schotten droht nun auch vielen Engländern der Verzicht auf das Pint im Pub. In den am schlimmsten betroffenen Regionen im Norden Englands könnte von nächster Woche kein Bier mehr aus den Zapfhähnen fließen, berichteten britische Medien übereinstimmend. Demnach sollen Pubs, Restaurants und Hotels dort geschlossen werden. In Großbritannien verhängt jeder Landesteil seine eigenen Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie.

Die endgültige Entscheidung über Dauer und Ausmaß der Schließungen in Teilen Englands ist den Medienberichten zufolge noch nicht getroffen. Außerdem sollten künftig Risikogebiete nach einheitlichen Kriterien bewertet und entsprechende Maßnahmen ergriffen werden, hieß es. Eine Regierungssprecherin wollte die Berichte bislang nicht kommentieren. Großbritannien ist mit Blick auf die Todeszahlen das am schlimmsten von der Pandemie betroffene Land in Europa. In Krankenhäusern droht bereits wieder Bettennot.

Irland

Auch die irische Regierung hat die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus wieder verschärft. Landesweit dürften Restaurants und Pubs seit Dienstag keine Gäste mehr in Innenräumen bedienen. Bereits geplante Veranstaltungen wurden abgesagt. Zudem sind die Bürger aufgerufen, keine Inlandsreisen zu unternehmen. Angestellte sollten nur dann nicht von zu Hause arbeiten, wenn sie am Arbeitsplatz dringend benötigt würden, ordnete die Regierung an. Auch Gottesdienste müssten wieder online stattfinden.

In der Hauptstadt Dublin und der Grafschaft Donegal im Nordwesten der kleinen Republik galten die schärferen Beschränkungen bereits vorher. Eine Expertenkommission hatte der Regierung am Sonntag empfohlen, wegen des rapiden Wiederanstiegs bei den Neuinfektionen einen zweiten landesweiten Lockdown zu verhängen. Dies hatte die Regierung mit Blick auf die wirtschaftlichen Folgen abgelehnt. Im April hatte Irland mit durchschnittlich 77 Corona-Toten pro Tag einen Höchststand erreicht. Derzeit ist die Zahl der Todesopfer niedrig, doch nehmen die Infektionsfälle wieder deutlich zu. Zu Beginn der Woche meldete das Gesundheitsministerium einen Anstieg von mehr als 500 Neuinfektionen binnen 24 Stunden.

Die Bundesregierung hält die irische Hauptstadt Dublin weiterhin für ein Risikogebiet. Die Warnung des Auswärtigen Amtes gilt bereits seit dem 23. September. Betroffen sind auch mehrere andere Gebiete in Irland, in denen die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz an Neuinfektionen ebenfalls bei mehr als 50 Fällen pro 100 000 Einwohner liegt. Der Transit über den Flughafen Dublin ist weiterhin möglich. Wenn der Transitbereich nicht verlassen werde, sei keine Quarantäne erforderlich.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 08. Oktober 2020 um 18:00 Uhr.

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