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Spahn zu Reisewarnung Spanien-Urlaub "mit Aufpassen" weiter möglich

Stand: 15.08.2020 19:59 Uhr

Eine Reisewarnung sei kein Reiseverbot - Gesundheitsminister Spahn hat in den tagesthemen nicht generell von Spanien-Urlauben abgeraten. Wichtig sei, Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten. Und: Tests für die Rückkehrer sollen weiter kostenlos bleiben.

Allein auf den Balearen befinden sich nach Angaben des Deutschen Reiseverbandes (DRV) derzeit etwa 30.000 Pauschaltouristen, die meisten von ihnen auf Mallorca. Sie hat die Reisewarnung der Bundesregierung gestern wohl kalt erwischt. Laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ließen die steigenden Infektionszahlen in ganz Spanien der Bundesregierung aber keine andere Wahl.

In einem am frühen Abend aufgezeichneten tagesthemen-Interview betonte Spahn, dass die vom Auswärtigen Amt ausgesprochene Warnung allerdings kein Reiseverbot sei. Spanien-Urlaube könnten seiner Meinung nach wie geplant verbracht oder auch noch angetreten werden - allerdings mit der gebotenen Vorsicht. "Abstand halten, Hygiene-Regeln einhalten, Alltagsmasken in bestimmten Situationen tragen" blieben weiter die goldene Regel.

Ungeachtet dessen werden nach Angaben des DRV alle Reiseveranstalter in den kommenden Tagen geplante Reisen zu den von der Reisewarnung betroffenen Zielen absagen. Das gehört zum Standardverfahren nach einer Reisewarnung, die Pauschaltouristen eine kostenlose Kündigung des Reisevertrages ermöglicht.

Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister CDU, zu den Reisewarnungen für Spanien
tagesthemen 23:20 Uhr, 15.08.2020

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Nur kostenlose Tests werden auch konsequent genutzt

Bei der Kostenübernahme für Corona-Tests soll sich für Rückkehrer aus Spanien laut Spahn trotz der Reisewarnung nichts ändern. Auch wer jetzt noch nach Spanien aufbreche, könne sich weiter kostenlos testen lassen. "Das Testen darf in keiner Konstellation eine soziale, eine finanzielle Frage werden", so Spahn.

Tests für Reiserückkehrer sollten kostenlos bleiben, "weil ich möchte, dass sie sie wahrnehmen." Tests, die kosten, würden vermieden werden. Es sei im Interesse Aller, dass viele die Möglichkeit nutzten, so Spahn weiter. Gleichzeitig gelte weiterhin: "Wer aus dem Spanien-Urlaub kommt, muss in Quarantäne, solange er kein negatives Testergebnis hat."

Mit der Einstufung Spaniens als Risikogebiet durch das Robert Koch-Institut (RKI) sind Corona-Tests für heimkehrende Urlauber nicht mehr freiwillig, sondern Pflicht. Bis das Ergebnis vorliegt, müssen sie sich in häusliche Quarantäne begeben. Wer bereit ist, den Test selbst zu zahlen, kann sich auch noch im Urlaubsland höchstens 48 Stunden vor der Abreise testen lassen.

Gesundheitssystem verkraftet aktuelles Geschehen

Zu Beginn der Sommerferien hatte die Bundesregierung die zuvor weltweite Reisewarnung für die meisten europäischen Länder aufgehoben. Der Gesundheitsminister verteidigte die damaligen Lockerungen in den tagesthemen. Damals sei das Infektionsgeschehen in vielen Ländern der EU auf niedrigem Niveau gewesen. Gerade Spanien hätte mit harten Maßnahmen die Ausbreitung eingedämmt. Damit seien auch Reisen wieder möglich geworden. "Nun sehen wir aber auch, wie schnell eine solche Situation wieder entgleiten kann", warnte Spahn.

Für Deutschland sieht der Gesundheitsminister die Lage noch entspannt - trotz zuletzt wieder gestiegener Zahlen. Die Bundesregierung sei sich im Klaren gewesen, dass die Lockerungen in Einzelhandel, Kitas und Schulen zu wieder steigendem Infektionsgeschehen führen. Entscheidend sei aber, dass das Gesundheitssystem nicht überlastet werde. Stand heute sei das nicht der Fall, doch er warnte: "Entscheidend ist, dass wir keine Dynamik bekommen, die uns entgleitet." Wichtig blieben, dass die bestehenden Hygieneregeln, vor allem Abstand und Masketragen - weiterhin befolgt würden.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 15. August 2020 um 23:20 Uhr.

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