Ein Mann lässt sich in Abidjan (Elfenbeinküste) gegen das Coronavirus impfen. | REUTERS

Deutsche Zusage 1,3 Milliarden für globale Impfkampagne

Stand: 01.03.2022 18:23 Uhr

Um die Impfkampagne gegen Covid-19 weltweit voranzubringen, macht Deutschland eine weitere Milliardenzusage. Noch immer ist der Großteil der Menschen in vielen ärmeren Ländern nicht geimpft.

Deutschland stellt für die weltweite Corona-Impfkampagne weitere umgerechnet rund 1,3 Milliarden Euro bereit. Das sagte Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) nach Beratungen der G7-Staaten. Das Geld soll demnach an die internationale Initiative Act Accelerator (Act-A) zur Beschaffung und Verteilung von Diagnostika, Heilmitteln und Impfstoffen gegen Covid-19 gehen. Ein Teil von Act-A ist die Covax-Initiative, über die vor allem arme Länder mit Impfstoffen versorgt werden.

Umfangreiche Hilfe durch die Bundesrepublik

Entwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) erläuterte, dass von den aktuell zugesagten Mitteln mit 1,1 Milliarden Euro der Großteil an Act-A gehe. Damit sei Deutschland der erste große Geber, der seinen Anteil an der weltweiten Finanzierung der Initiative im Jahr 2022 zusagt habe. Im vergangenen Jahr hatte die Bundesrepublik den Angaben nach insgesamt 2,2 Milliarden Euro bereitgestellt. Ferner investiere Deutschland mehr als 200 Millionen Euro in bilateral vereinbarte Projekte, um Partnerländer vor Ort bei Impfkampagnen und Logistik zu unterstützen.

Vor drei Wochen hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beklagt, dass Act Accelerator noch etwa 14 Milliarden Euro fehlten und Geber aufgefordert, die Finanzlücke zu schließen. Schulze betonte, Deutschland erfülle nun mit seiner Zusage "seinen von der WHO errechneten fairen Anteil am Gesamtfinanzierungsbedarf" von Act-A für dieses Jahr. Ihr Ministerium beteilige sich vorbehaltlich der Zustimmung des Bundestags mit gut der Hälfte der Mittel an dieser Zusage. Die Ministerin fügte hinzu, ein besonderer Schwerpunkt sei die Impflogistik. Es gehe darum, "den Impfstoff in die Oberarme zu bekommen, auch in entlegenen Dörfern". Darüber hinaus müssten Medikamente und Sauerstoff die Gesundheitsstationen und Krankenhäuser erreichen.