Strand von Arenal auf Mallorca | Bildquelle: dpa

Corona-Pandemie Spanien verschärft Kontaktbeschränkungen

Stand: 24.08.2020 18:14 Uhr

In Spanien steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen dramatisch. Mehr als 2000 sind es binnen 24 Stunden. Nun dürfen sich nicht mehr so viele Menschen treffen.

Angesichts kräftig steigender Neuinfektionen haben mehrere spanische Regionen die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie verschärft.

In Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona sind jetzt private Treffen von mehr als zehn Personen verboten. "Die Lage ist nicht mehr stabil", begründete Regionalpräsident Quim Torra die Anordnung.

Madrid am heftigsten betroffen

In der Region Murcia im Südosten des Landes wurden alle Treffen von mehr als sechs nicht im selben Haushalt lebenden Personen verboten. In der am stärksten betroffenen Hauptstadt Madrid forderten die Behörden die Menschen auf, alle nicht notwendigen sozialen Kontakte zu vermeiden.

Auf den Balearen mit der Urlauberinsel Mallorca räumte die örtliche Regierung ein, dass es eine zweite Corona-Welle gebe. Das Virus breite sich wieder so schnell aus, dass eine Nachverfolgung von Kontakten schwierig sei.

In den vergangenen 24 Stunden wurden mehr als 2000 neue Fälle registriert, davor waren es gar mehr als 3000. Noch im Juni - kurz vor Ende des Corona-Notstands mit strengem Lockdown - lag diese Zahl unter 100.

Vor zehn Tagen stufte die Bundesregierung Spanien als Corona-Risikogebiet ein. Unmittelbar darauf folgte die offizielle Reisewarnung durch das Auswärtige Amt. Betroffen sind das gesamte spanische Festland und die Balearen-Inseln wie Mallorca und Ibiza.

Mehr Coronakranke in Frankreich und Italien

Kurz vor dem Ferienende steigen auch in Frankreich und Italien die Corona-Zahlen wieder. Am Sonntag meldeten die französischen Gesundheitsbehörden nahezu 5000 Neuinfektionen.

Italien verzeichnete 1210 Neuerkrankungen. Trotz des abrupten Anstiegs der Fallzahlen versicherte der italienische Gesundheitsminister Roberto Speranza, die Lage sei unter Kontrolle.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 24. August 2020 um 18:04 Uhr.

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