Auch die "Rolling Stones" spielten bei dem Konzert - sie waren getrennt zugeschaltet. | Bildquelle: MATT CAMPBELL/EPA-EFE/Shuttersto

Virtuelles Benefizkonzert Wohnzimmergefühl und ein Hauch Politik

Stand: 19.04.2020 07:16 Uhr

Stundenlang haben sich Weltstars bei einem Benefizkonzert die virtuelle Klinke in die Hand gegeben. Die Musik von Taylor Swift, Billie Eilish oder SuperM stand im Vordergrund, aber manchmal wurde es politisch.

Von Katharina Wilhelm, ARD-Studio Los Angeles

Statt Scheinwerferlicht gab es Stehlampen im Hintergrund und statt eines Publikums und Beifall Einblicke in die Wohnzimmereinrichtung der großen Musikstars dieser Welt.

Lady Gaga hatte das Benefizkonzert der "Global Citizen" mit organisiert. Sie sagte gleich zu Anfang, dass sie den Ärzten und dem Pflegepersonal danke und an alle denke, die nun zu Hause säßen und sich fragten: Wann wird dies alles wieder anders? Dann sang sie das Charlie Chaplin Lied: "Smile".

Corona-Benefizkonzert: "One World: Together at Home"
tagesthemen 22:45 Uhr, 19.04.2020, Christiane Meier, ARD New York

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Star-Moderatoren und Stevie Wonder 

Bei dem rund zweistündigen Event gaben sich Musiker, Politiker und Schauspieler die virtuelle Klinke in die Hand. Aus Wohnzimmern, Gärten, Balkonen oder Musikstudios sendeten unter anderem Stevie Wonder, Taylor Swift und die "Rolling Stones" Videobotschaften.

Die Late-Night-Show-Moderatoren Jimmy Kimmel, Stephen Colbert und Jimmy Fallon führten durch das Konzert.

Für die Übertragung hatten sich drei große TV-Netzwerke zusammengetan, außerdem war das Konzert auf Streamingplattformen von Facebook, Twitter, YouTube und Amazon zu sehen.

Nachbarn sitzen an einem Feuerkorb und sehen sich Eddie Vedder virtuellen Auftritt an | Bildquelle: AFP
galerie

Bestimmt ein gemütliches Erlebnis - zwei Menschen sitzen in Arlington (US-Bundesstaat Virginia) am Feuer und lauschen dem Konzert.

Nicht nur Musik

Das Konzept stammt von Chris Martin. Der "Coldplay"-Sänger hatte bereits in den vergangenen Monaten auf Instagram ein Mini-Konzert gegeben.

Viele Stars folgten seinem Aufruf: Klassik, Pop und Rockstars aus allen Teilen der Welt schalteten sich zu - ob die Boyband SuperM aus Südkorea oder Grammy-Überfliegerin Billie Eilish.

Doch es ging nicht nur um Musik: Beyoncé Knowles erinnerte zum Beispiel daran, dass in den USA vor allem Schwarze von Covid-19 betroffen seien.

Dank an Ärzte und Supermarktmitarbeiter

In Einspielern wurde immer wieder denjenigen gedankt, die nicht immer zu Hause bleiben könnten: Pflegepersonal, Ärzte, Briefträger und Supermarktmitarbeiter etwa.

Auch UN-Generalsekretär Antonio Guterres  schaltete sich dazu: "Durch die universelle Sprache der Musik danken wir den medizinischen Arbeitern. Wir werden dieses Virus bekämpfen und eine fairere Welt schaffen als Weltbürger und als Vereinte Nationen."

50 Millionen Dollar für die WHO

Die Spenden, die der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zugute komme, sind bereits eingesammelt. An dem Abend verkündete Moderator Jimmy Kimmel, dass bereits 50 Millionen Dollar zusammengekommen sind. Das Geld fließt in einen Solidaritätsfonds der WHO. Es soll etwa zum Kauf von Schutzausrüstungen und Tests verwendet werden. 

US-Präsident Donald Trump hatte am erst Dienstag den Stopp der US-Zahlungen an die WHO verkündet. Er warf der UN-Organisation unter anderem "Missmanagement" und Einseitigkeit zugunsten Chinas vor. 

Solche Streitigkeiten kamen bei dem Event allerdings nicht zu Sprache. Im Vordergrund stand vor allem: Ablenkung. Für die hatten die Veranstalter ausreichend gesorgt. Bereits vor dem Hauptkonzert hatte es einen sechsstündigen Livestream gegeben, in dem ebenfalls zahlreiche Musiker Songs gespielt hatten - auch "Milky Chance" aus Kassel, die als einzige deutsche Band mit dabei war.

Alle zusammen - alle zu Hause beim Konzert: "One World: Together at Home"
Katharina Wilhelm, ARD Los Angeles
19.04.2020 07:21 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 19. April 2020 um 09:00 Uhr.

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