Geschlossene Geschäfte in Italien | Bildquelle: NICOLA FOSSELLA/EPA-EFE/Shutters

Corona-Ausbreitung Italien lässt Geschäfte schließen

Stand: 12.03.2020 07:45 Uhr

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus schließt Italien alle Läden mit Ausnahme von Apotheken und Lebensmittelgeschäften. Zudem sollen viele Firmenabteilungen schließen.

Italien ordnet weitere Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus an und schließt Bars und Restaurants sowie fast alle Geschäfte. Nur Lebensmittelläden und Apotheken seien weiter geöffnet, erklärte Premierminister Giuseppe Conte. Auch Haus-Lieferungen blieben erlaubt.

Alle nicht notwendigen Geschäftsaktivitäten müssten eingestellt werden, sagte Conte weiter. Unternehmensabteilungen, die nicht für die Produktion unverzichtbar seien, müssten schließen. In zwei Wochen dürfte ein Effekt der zusätzlichen Einschränkungen des öffentlichen Lebens zu sehen sein, sagte Conte. In Italien gelten bereits Beschränkungen der Reise- und Versammlungsfreiheit, die bis zum 3. April dauern sollen.

Auch Geschäfte bleiben in Italien geschlossen
tagesschau 12:00 Uhr, 12.03.2020, Michael Schramm, ARD Rom

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

In Europa am meisten betroffen

Italien ist in Europa das am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffene Land. Mehr als 12.400 Menschen haben sich mit dem Virus, das die Atemwegserkrankung Covid-19 auslöst, infiziert. Bislang starben 827 Menschen.

Das ganze Land gilt als Sperrzone, frei bewegen dürfen sich die 60 Millionen Menschen nicht mehr. Bisher waren aber Bars und Restaurants zu eingeschränkten Zeiten noch geöffnet, auch Boutiquen oder andere Geschäfte. Ein Ansturm auf Supermärkte sei auch jetzt nicht nötig, da die Versorgung garantiert würde, sagte Conte. In den kommenden zwei Wochen werde sich zeigen, ob die Maßnahmen die Epidemie eindämmen.

Regierung beschließt Milliardenhilfen

Die Krankenhäuser in Italien sind am Limit. | Bildquelle: AP
galerie

Die Krankenhäuser in Italien sind am Limit.

Zuvor hatte die Regierung in Rom ein Milliarden-Hilfspaket beschlossen, das auch zur Stärkung des Gesundheitswesens eingesetzt werden soll. Besonders die Intensivstationen sollen gestärkt werden. Zudem seien Mittel für notleidende Branchen der italienischen Wirtschaft eingeplant. "Wir haben eine außerordentliche Summe von 25 Milliarden eingeplant, die nicht als Ganzes sofort verwendet werden soll, aber sie könnte nötig werden, um die Probleme dieses Notfalls in den Griff zu bekommen", sagte Premierminister Giuseppe Conte. Diese Summe ist höher als die zehn bis 13 Milliarden Euro, die im Vorfeld erwartet worden waren.

Finanzminister Roberto Gualtieri ergänzte, dass bis Ende der Woche ein Dekret über Finanzhilfen von rund zwölf Milliarden Euro auf den Weg gebracht werden solle. Über Schulden, die für die Maßnahmen notwendig würden in Höhe von 20 Milliarden Euro, sei Rom mit Brüssel im Gespräch. Von der EU-Kommission hatte das Land bereits Rückendeckung wegen der erwarteten höheren Neuverschuldung bekommen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 11. März 2020 um 23:00 Uhr.

Darstellung: