US-Präsident Donald Trump am Rednerpult bei einer Pressekonferenz im Rosengarten des Weißen Hauses. | Bildquelle: Oliver Contreras/POOL/EPA-EFE/Sh

Corona im Weißen Haus Trump hat keine Angst vor Infektionen

Stand: 12.05.2020 08:30 Uhr

Schon zwei Corona-Infektionen im unmittelbaren Umfeld des US-Präsidenten: Auch Top-Immunologe Fauci ist vorsichtshalber in Quarantäne. Trump spielt die Fälle im Weißen Haus herunter.

Von Claudia Sarre, ARD-Studio Washington

Alles sei unter Kontrolle. Wie immer beschwichtigte US-Präsident Donald Trump die aufgeregten Gemüter. Nur eine Person im Weißen Haus sei mit dem Coronavirus infiziert. In Wahrheit haben sich bereits zwei Menschen im unmittelbaren Umfeld der Trump-Regierung mit Covid-19 angesteckt - das ist seit Ende vergangener Woche bekannt. Es handelt sich um die Pressesprecherin von Vizepräsident Mike Pence, Katie Miller, und einen persönlichen Angestellten von Präsident Trump.

Drei Personen, die mit der infizierten Regierungsmitarbeiterin Kontakt hatten, müssen in Quarantäne. Sie seien aber alle "total negativ" getestet worden, so Trump wörtlich.

Maskenpflicht im Weißen Haus nach zwei bestätigten Corona-Infektionen
tagesschau 08:30 Uhr, 12.05.2020

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Aussage aus häuslicher Quarantäne

Ausgerechnet diese drei Personen sollen heute bei einer Anhörung zum Krisenmanagement des Präsidenten im US-Senat aussagen, allen voran Amerikas Top-Immunologe Dr. Anthony Fauci. Weil er mit Katie Miller Kontakt hatte, befindet sich der 79-Jährige derzeit in häuslicher Isolation und wird per Video zugeschaltet. Das gleiche gilt für Robert Redfield, den Chef der US-Gesundheitsbehörde CDC und Stephan Hahn, den Leiter der amerikanischen Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde FDA. Alle drei sollen den US-Senatoren per Video Rede und Antwort stehen.

Vor einer Woche hatte Trump einen Auftritt von Fauci blockiert. Der Infektionsexperte hatte vor dem US-Repräsentantenhaus, das von den Demokraten kontrolliert wird, aussagen sollen. Die Demokraten werfen dem Präsidenten Unfähigkeit und schwere Versäumnisse in der Corona-Krise vor.

Tägliche Corona-Tests für Trump und Pence

Trump bemühte sich in gewohnter Manier, die Covid-19-Fälle im Weißen Haus runterzuspielen: "Wir haben schockierend viele Leute im Weißen Haus und nur einen Coronafall. Jeden Tag kommt eine enorme Anzahl an Leuten hierher. Weil wir ein Land zu regieren haben, wollen wir unser Land am Laufen halten." Mike Pence und er selbst würden jeden Tag getestet, sie seien in bester gesundheitlicher Verfassung, fügte der Präsident hinzu. Jeder, der ins Oval Office käme, würde auf Corona getestet.

Nach Zeitungsberichten hatte das Weiße Haus nach Bekanntwerden der beiden Fälle die Sicherheitsmaßnahmen massiv verschärft und eine Maskenpflicht eingeführt. Bei der Pressekonferenz im Rosengarten trugen alle Anwesenden - mit Ausnahme von Trump - eine Maske. Er komme niemandem so nah, sagte Trump. Es sei daher für ihn nicht nötig, eine Maske zu tragen. "Wir haben das gelernt - übrigens die Vor- und die Nachteile von Masken. Aber unser Land hat dazugelernt, unser Land war unglaublich. Und Sie sehen die Zahlen. Die Infektionszahlen sind substantiell zurückgegangen", so der Präsident.

In vielen Landesteilen - insbesondere auch rund um die Hauptstadt Washington - ist der Coronavirus jedoch noch längst nicht unter Kontrolle. In Washington und den angrenzenden Bundesstaaten Virginia und Maryland herrscht noch immer Ausgangssperre. Ein Abflachen der Kurve ist hier noch nicht in Sicht.

Corona im Weißen Haus: Fauci will bei Senats-Anhörung per Video aussagen
Claudia Sarre, ARD Washington
12.05.2020 07:54 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 12. Mai 2020 um 08:30 Uhr und MDR-aktuell um 10:48.

Korrespondentin

Claudia Sarre  Logo NDR

Claudia Sarre, NDR

Darstellung: