Anwohner in Peking warten darauf, auf COVID-19 getestet zu werden. | Bildquelle: STRINGER/EPA-EFE/Shutterstock

Neuer Corona-Ausbruch Peking macht immer mehr dicht

Stand: 18.06.2020 12:46 Uhr

158 Infektionsfälle gibt es seit dem neuen Corona-Ausbruch in Chinas Hauptstadt. Die Regierung sperrte nun einen weiteren Bezirk mit 460.000 Einwohnern. Mit Beschränkungen und Massentests wird versucht, die Lage zu kontrollieren.

Nach einem neuen Corona-Ausbruch in Peking sind die Reisebeschränkungen auf die Umgebung der chinesischen Hauptstadt ausgeweitet worden. Die Behörden riegelten den angrenzenden Bezirk Anxin, 150 Kilometer von Peking entfernt, weitgehend ab - hier leben an die 460.000 Menschen.

Fahrten hinein und aus dem Gebiet hinaus wurden weitgehend untersagt. Wie staatliche Medien berichteten, dürfen nur Fahrzeuge hinein, die zur grundlegenden Versorgung des Bezirks gebraucht werden. Andere Fahrzeuge benötigten dafür eine Sondergenehmigung.

Am Dienstag hatten die Behörden verfügt, dass Pekings rund 21 Millionen Einwohner auf nicht notwendige Reisen verzichten müssen. Bewohner von Risikogebieten dürfen die Stadt nicht verlassen. Am Mittwoch strichen die Pekinger Flughäfen zwei Drittel aller Flüge.

Wieder Markt als Ursprungsort vermutet

Vergangene Woche waren nach zwei Monaten ohne neue Ansteckungen in Peking neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Als Ausgangspunkt wird der Xinfadi-Markt vermutet, ein riesiger Großhandelsmarkt für Obst, Gemüse und Fleisch, der nach Behördenangaben seit dem 30. Mai von rund 200.000 Menschen besucht wurde.

In den vergangenen 24 Stunden wurden in Peking 21 weitere Ansteckungen gemeldet, wie die Nationale Gesundheitskommission mitteilte. Damit gibt es dort nach offiziellen Angaben mittlerweile 158 Corona-Fälle.

Auch aus der Nachbarstadt Tianjin wurde eine weitere Corona-Infektion gemeldet, in der Peking umgebenden Provinz Hebei wurden zwei weitere Ansteckungen festgestellt. Außerdem wurden landesweit vier Corona-Infektionen bei Menschen registriert, die kürzlich aus dem Ausland eingereist waren.

Schulen und Hochschulen sind zu

Chinas Behörden haben umfassende Maßnahmen zur Eindämmung des Virus ergriffen. Die Schulen und Hochschulen in Peking sind ebenso geschlossen wie Veranstaltungsorte und Sportstätten. Fahrten mit Taxis und anderen Fahrdiensten sind verboten, Arbeitnehmer sollen möglichst von zu Hause aus arbeiten.

Massentests sollen bei der Eindämmung helfen. Allein in Peking werden derzeit 400.000 Proben gesammelt.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 18. Juni 2020 um 14:07 Uhr.

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