Ein Lkw fährt über die Landesgrenze von Frankreich nach Belgien | dpa

Corona-Krise Belgien untersagt nicht notwendige Reisen

Stand: 23.01.2021 00:31 Uhr

Von nächstem Mittwoch an will Belgien "nicht wesentliche" Auslandsreisen verbieten. In diesem Zeitraum sind Ausflüge und Fahrten in den Urlaub verboten. Nur der Waren- und Pendlerverkehr wird nicht eingeschränkt.

Im Kampf gegen die Mutationen des Coronavirus verbietet Belgien nicht zwingend notwendige Reisen. Dies gelte von kommendem Mittwoch bis zum 1. März, sagte Premierminister Alexander De Croo nach Regierungsberatungen.

In diesem Zeitraum sind Urlaubsreisen und Ausflüge verboten. Warenverkehr und Grenzpendler sollen nicht eingeschränkt werden, zudem soll es weitere Ausnahmen geben. "Wir bauen keine Mauer um unser Land", sagte De Croo.

Test- und Quarantäneregeln

Wegen der Gefahr durch die neuen Corona-Varianten hatten sich die EU-Staats- und Regierungschefs darauf verständigt, vermeidbare Reisen weitgehend auszubremsen. Belgien geht mit dem Verbot darüber hinaus. Damit soll vor allem verhindert werden, dass die Infektionszahlen nach den Karnevalsferien dramatisch steigen.

"Wenn die Menschen reisen, reist das Virus mit ihnen", sagte de Croo. Er warnte ausdrücklich vor den neuen Varianten des Coronavirus. Für Reisende aus Großbritannien, Südafrika und Südamerika gelten ab Montag strengere Test- und Quarantäneregeln.

Hoffnung für Friseure

Nach jüngsten Angaben der nationalen Gesundheitsbehörde Sciensano wurden in Belgien mit 11,5 Millionen Einwohnern in den vergangenen zwei Wochen 247 Neu-Infektionen je 100.000 Einwohner registriert. In den vergangenen sieben Tagen waren es insgesamt knapp 2000 Fälle täglich. Die Situation sei besser als in weiten Teilen Europas, sagte De Croo. Dies seien die Früchte der gemeinsamen Anstrengungen. Eine dritte Welle müsse jedoch verhindert werden.

Falls die Fallzahlen es zulassen, sollen Friseure und andere Kontaktberufe frühestens am 13. Februar wieder öffnen dürfen - allerdings unter strikten Vorgaben, wie De Croo sagte.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 22. Januar 2021 um 20:00 Uhr.