Das Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess" nähert sich dem Hafen von Yokohama, um Lebensmittel und andere Vorräte aufzufüllen. An Bord des unter Quarantäne gestellten Schiffes sind zehn weitere Fälle des neuen Coronavirus festgestellt worden. Damit erhöht sich die Zahl der Infizierten an Bord auf 20. | Bildquelle: dpa

Neuartiges Coronavirus Weitere Infektionen auf Kreuzfahrtschiff

Stand: 06.02.2020 05:31 Uhr

Mehr als 28.000 Menschen sind in China schon mit dem Coronavirus infiziert - und immer mehr sterben. Auch unter den festgesetzten Passagieren eines japanischen Kreuzfahrtschiffs gibt es weitere Infektionen.

Die Zahl der Toten durch das neue Coronavirus in China ist so stark gestiegen wie noch nie. Innerhalb eines Tages waren bis Donnerstag 73 neue Todesfälle zu beklagen, wie die chinesische Gesundheitskommission in Peking berichtete. Damit legte die Zahl der Toten in China auf insgesamt 563 zu. Die bestätigten Infektionen mit der Lungenkrankheit kletterten auch wieder stark um 3694 auf 28.018 Fälle. Die Kommission sprach von mehr als 24.000 Verdachtsfällen.

Coronavirus auch auf Kreuzfahrtschiff
tagesschau 05:30 Uhr, 06.02.2020

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Nach der Entdeckung von Virusinfektionen an Bord wurden in Japan und Hongkong zwei Kreuzfahrtschiffe mit rund 7000 Passagieren und Besatzungsmitgliedern festgesetzt. Nachdem am Vortag bereits zehn Fälle auf dem Schiff "Diamond Princess" vor Yokohama bestätigt worden waren, kamen nun zehn weitere Nachweise hinzu, wie das japanische Gesundheitsministerium mitteilte. Die Betroffenen würden in örtliche Krankenhäuser gebracht.

Die Karte zeigt die aktuelle Verbreitung des Coronavirus am 6.2.2020.
galerie

Die Karte zeigt die aktuelle Verbreitung des Coronavirus am 6.2.2020.

Keine Deutschen an Bord infiziert

An Bord des Schiffes sind auch acht deutsche Staatsangehörige. Unter den zehn neuen Fällen des Coronavirus dort befindet sich aber offenbar kein Deutscher. Nach offiziellen Angaben handelt es sich bei den neuen Patienten um vier Personen aus Japan, zwei aus Amerika, zwei aus Kanada, eine aus Neuseeland und eine weitere aus Taiwan. Die übrigen der insgesamt 2666 Passagiere, etwa die Hälfte davon Japaner, sowie 1045 Crew-Mitglieder, sollen zunächst für weitere 14 Tage an Bord bleiben, da die Untersuchungen auf den Erreger weitergehen.

Mit den neuen Fällen stieg die Zahl der Ansteckungen in Japan auf 45. In Hongkong wird nach Infektions-Nachweisen ein zweites Schiff mit mehr als 1800 - meist aus der chinesischen Sonderverwaltungsregion stammenden - Passagieren und 1800 Crewmitgliedern festgehalten. Bei drei Menschen, die zwischenzeitlich mit dem Schiff der asiatischen Gesellschaft Dream Cruises gereist waren, war das Virus festgestellt worden. Drei Besatzungsmitglieder sind mit Fieber in Krankenhäuser gebracht und als Vorsichtsmaßnahme unter Isolation gestellt worden.

Rund 240 Infektionen außerhalb Festland-Chinas

Außerhalb von Festland-China sind in mehr als einem Dutzend Ländern rund 240 Infektionen bestätigt. In Hongkong und auf den Philippinen waren zwei Tote zu beklagen. In Deutschland gibt es zwölf Patienten, denen es den Umständen entsprechend gut geht. Zwei waren unter den von der Bundeswehr zurückgeholten Deutschen aus der schwer betroffenen Metropole Wuhan in Zentralchina. Außerdem gibt es zehn Patienten in Bayern, die sich beim Autozulieferer Webasto bei einer Mitarbeiterin aus China angesteckt hatte. Die Infektion der Chinesin wurde erst nach dem Abflug aus Deutschland nachgewiesen.

Corona-Virus: Der Blick hinter die offizielle Berichterstattung in China
tagesthemen 21:35 Uhr, 04.02.2020, Tamara Anthony, ARD Peking

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Um die steigende Zahl der Kranken zu bewältigen, wandelt die chinesische Metropole Wuhan in der Provinz Hubei weitere Hallen und Gebäude in vorübergehende Bettenlager um. Ein Ausstellungsgelände, in dem 1600 Betten aufgestellt wurden, nahm erstmals Patienten auf. Zwei weitere Einrichtungen werden umgewandelt und sollen 2800 zusätzliche Betten zur Verfügung stellen. Besonders Patienten mit milden Symptomen sollen dort untergebracht werden.

Wuhan im Ausnahmezustand

In Wuhan alleine stieg die Zahl der bestätigten Infektionen bis Donnerstag innerhalb eines Tages um 1700 auf mehr als 10.100. Die 28 ausgesuchten Krankenhäuser, die für Coronafälle bestimmt sind, bieten aber nur 8250 Betten. Die Stadt will jetzt auch noch Hotels, Schulen, Turnhallen, Sportzentren und andere Stätten in Aufnahmelager für Quarantäne, Beobachtung oder Behandlung von Patienten umwandeln, wie die Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

"Wenn eine große Zahl von Patienten mit milden Symptomen daheim lebt oder Patienten unter Virusverdacht in der Gesellschaft herumlaufen, werde sie die Hauptquelle, die das Virus verbreitet", warnte der Präsident der chinesische Akademie für medizinische Wissenschaften, Wang Cheng, laut Xinhua. Derzeit seien mehr als 5000 Personen zur Beobachtung in Quarantäne zentral untergebracht, weitere 20.000 seien daheim isoliert, berichtete die Staatsagentur.

Zur Behandlung von Erkrankten haben chinesische Behörden das amerikanische Anti-Virus-Medikament Remdesivir für klinische Versuche mit dem neuen Coronavirus zugelassen, wie Xinhua berichtete. Die erste Gruppe von Patienten solle das Medikament heute nehmen. Es habe gute Ergebnisse bei anderen Coronaviren wie Sars oder Mers und zumindest auf Zellebene auch bei dem 2019-nCov genannten neuen Virus gezeigt. 761 Patienten nähmen an den Tests teil.

Coronavirus-Fälle auf Kreuzfahrtschiff in Japan
Kathrin Erdmann, ARD Tokio
06.02.2020 09:51 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 06. Februar 2020 um 05:30 Uhr.

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