Sicherheitskräfte gehen in einem gesperrten Gebiet in Xi'an. | AFP

Corona-Ausbruch in China Lockdown für 13-Millionen-Stadt Xi'an

Stand: 23.12.2021 09:18 Uhr

Weil sich 69 Menschen mit dem Coronavirus infiziert haben, gilt nun für 13 Millionen Bewohner im chinesischen Xi'an ein strenger Lockdown. Alle sollen zu Hause bleiben. Die Stadt wurde nach außen praktisch abgeriegelt.

Nach einigen Dutzend Corona-Infektionen im chinesischen Xi'an gelten für die 13 Millionen Bewohner der Metropole sehr strenge Regeln. Seit Mitternacht dürfen sie ihre Wohnungen nicht mehr verlassen, Ausnahmen sind kaum erlaubt. Jede Familie kann ein Mitglied bestimmen, das alle zwei Tage einkaufen gehen darf. Alle anderen Mitglieder des Haushalts müssen - außer in Notfällen - daheim bleiben. Das teilte die Stadtregierung in ihrem Erlass mit. Der Lockdown gilt für unbestimmte Zeit.

Die Behörden meldeten 63 lokale Infektionen. Der Ausbruch sei durch "importierte Fälle" ausgelöst worden, hieß es. Ob es sich bei dem Virus um die neue Omikron-Variante handelt, wurde nicht mitgeteilt.

Verkehrsverbindungen unterbrochen

Neben dem Lockdown in der Provinzhauptstadt von Shaanxi sollen auch millionenfache Corona-Tests dabei helfen, den Ausbruch einzudämmen. Infizierte und ihre engen Kontaktpersonen sollen ins Krankenhaus oder in Quarantäne gebracht, alle Übertragungswege unterbrochen werden. Die Schulen sowie alle Geschäfte und Dienstleistungen, die für das tägliche Leben nicht zwingend benötigt werden, wurden geschlossen. 

Bürger dürfen die Stadt nur noch verlassen, wenn dies "notwendig" ist. Sie müssen dann die "besonderen Umstände" nachweisen und sich die Reise genehmigen lassen, wie die Stadtverwaltung weiter mitteilte. Auch Verkehrsverbindungen wurden weitgehend unterbrochen. Ein großer Teil der Flüge nach Xi'an wurde gestrichen. Außerdem sollen an den Straßen aus der Stadt hinaus Corona-Kontrollstellen eingerichtet und Busbahnhöfe für Langstreckenreisen geschlossen werden.

Eindämmung des Virus vor Olympia

Obwohl die Zahl der Fälle in China im Vergleich zu anderen Ländern verschwindend gering ist, gehen die Behörden rigoros gegen neue Ausbrüche vor. Üblich sind Massentests, Quarantäneanordnungen und regionale Lockdowns. Derzeit bemüht sich das Land, Infektionsherde in mehreren Städten zu bewältigen, darunter wichtige Industriemetropolen im Osten und Süden des Landes.

Die Behörden wollen das Virus unbedingt eindämmen, bevor im Februar die Olympischen Winterspiele in Peking starten. Große Sorge bereitet den Verantwortlichen die sich wesentlich schneller ausbreitende Omikron-Varianten.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 23. Dezember 2021 um 09:00 Uhr.