US-Flugzeugträger "Ronald Reagan" | Bildquelle: dpa

Nordkorea-Konflikt Trump schickt zweiten Flugzeugträger nach Korea

Stand: 19.05.2017 15:24 Uhr

Die Spannung im Nordkorea-Konflikt wächst: Die USA schicken nach Medienberichten einen zweiten Flugzeugträger in die Gewässer nahe der koreanischen Halbinsel. Über dem ostchinesischen Meer drängten zwei chinesische Kampfjets ein US-Flugzeug ab.

Nach dem Raketentest am vergangenen Sonntag wachsen die Spannungen zwischen den USA und Nordkorea. Nach Medienberichten haben die USA einen zweiten Flugzeugträger zu Patrouillenfahrten in die Gewässer nahe der koreanischen Halbinsel geschickt. Die "USS Ronald Reagan" werde sich voraussichtlich gemeinsam mit der "USS Carl Vinson" an Übungen im Westpazifik beteiligen, berichteten der US-Sender CNN und die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap. Auf längere Sicht soll die "Ronald Reagan" die "Carl Vinson" in der Region ablösen, berichtete CNN unter Berufung auf Beamte des Pentagons.

Nach Angaben der US-Marine führen Flugzeugträger seit Jahren Doppeleinsätze im westlichen Pazifik - einschließlich des Südchinesischen und Ostchinesischen Meeres sowie der Philippinensee - durch.

Kampfjets fangen US-Flugzeug ab

Über dem Ostchinesischen Meer kam es unterdessen zu einem Luftzwischenfall zwischen China und den USA. Bei dem Vorfall im internationalen Luftraum hatten zwei chinesische Kampfjets nach US-Angaben auf "unprofessionelle Weise" ein US-Aufklärungsflugzeug abgefangen. US-Beamte berichteten, die Jets russischer Bauart vom Typ Sukhoi Su-30 seien bis auf 45 Meter an das Flugzeug herangekommen. Eines sei sogar über Kopf direkt über der US-Maschine geflogen.

Das US-Flugzeug vom Typ WC-135 Constant Phoenix ist in der Lage, radioaktive Spuren zu sammeln. Es dürfte vor dem Hintergrund der Drohungen Nordkoreas mit einem Atomtest im Einsatz gewesen sein. Das US-Pazifikkommando sprach von einem "Routineflug".

China: Viele Missverständnisse durch US-Einsatz

Chinas Außenministerium kritisierte, dass amerikanische Schiffe und Flugzeuge schon länger nahe an Chinas Grenze unterwegs seien. "Das kann leicht Missverständnisse und Fehlentscheidungen verursachen", sagte die Sprecherin Hua Chunying. Zu dem konkreten Vorfall wollte sie sich nicht äußern. Er werde noch untersucht.

Nordkorea entwickelt Interkontinentalrakete

Nordkorea hatte am vergangenen Sonntag erneut eine Mittelstreckenrakete getestet und damit gegen UN-Resolutionen verstoßen. Nach Einschätzung von US-Experten zeigte der Test, dass Nordkorea Fortschritte bei der Entwicklung einer Interkontinentalrakete macht. Nordkorea strebt den Bau solcher Raketen an, die auch das Festland der USA treffen könnten. Der UN-Sicherheitsrat hatte den Test scharf verurteilt.

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