Eine Radfahrerin inmitten von Feldern in der Provinz Shandong

Umweltschäden in China Verseuchte Erde

Stand: 18.04.2014 15:03 Uhr

19,4 Prozent der Agrarfläche Chinas sind mit Kadmium, Nickel und Arsen verseucht. "Die Situation des Bodens in China stimmt nicht optimistisch", heißt es in dem von der Umweltschutzbehörde veröffentlichten Bericht.

Zwischen 2005 und 2013 hatte die Behörde die Qualität des Bodens in China untersuchen lassen. Anschließend war die Studie jedoch zunächst nicht veröffentlicht, sondern ein Jahr als Verschlusssache eingestuft worden. Nun machte die Behörde im Internet eine fünfseitige Zusammenfassung zugänglich.

Ortsangaben fehlen

Verseuchtes Essen könne im ganzen Land im Umlauf sein, befürchtet die Giftexpertin von Greenpeace in China, Wu Yixiu. "Das ist sehr alarmierend, was die Lebensmittelsicherheit angeht." Zumal die Behörde die Menschen im Dunklen darüber lässt, in welchen Regionen die Böden hochbelastet sind. "Die Orte müssen der Bevölkerung umgehend mitgeteilt werden", fordert Wu. Sonst könnten sich die Menschen nicht schützen. "Gift im Boden ist unsichtbar."

Die immense Umweltverschmutzung ist vielfach der Preis für Chinas gewaltiges Wirtschaftswachstum. Wegen der hohen Schadstoffkonzentration in der Luft ist Smog ein Dauerproblem. "Die Hauptquellen der Verschmutzung sind Industrie und Landwirtschaft", heißt es in der Zusammenfassung der Behörde. Industrieabfälle und Minen seien für einen großen Teil der vergifteten Böden verantwortlich.

Smog in Harbin

Smog ist ein Dauerproblem in Chinas Städten.