Chinesische Polizisten schauen auf ein Containerschiff. | Bildquelle: AP

Handelsstreit mit China Strafzölle auf 128 US-Produkte

Stand: 02.04.2018 02:58 Uhr

Als Reaktion auf die US-Strafzölle hat China eigene Strafen verhängt. Betroffen sind zum Beispiel Wein, Früchte oder Schweinefleisch. Aber Peking scheint nicht auf volle Konfrontation zu setzen.

Im Handelsstreit mit den USA hat China als Vergeltungsmaßnahme Strafzölle auf 128 US-Produkte verhängt. Wie das chinesische Finanzministerium mitteilte, sind Importgüter im Wert von drei Milliarden US-Dollar (etwa 2,4 Milliarden Euro) betroffen - darunter Wein, Früchte und Schweinefleisch. Die Produkte wurden mit Zöllen zwischen 15 und 25 Prozent belegt, wobei der Höchstsatz für Schweinefleisch gilt.

China erhöht Zölle auf US-Produkte
tagesschau 00:55 Uhr, 03.04.2018, Jan Philipp Burgard, ARD Washington

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Die chinesische Regierung reagierte damit wie erwartet auf die US-Strafen für die Einfuhr von Stahl- und Aluminium, die vor einer Woche in Kraft traten. Im Gegensatz zu China blieben die EU und andere wichtige Handelspartner wie Kanada und Mexiko vorerst von den US-Zöllen verschont - ausgesetzt wurden sie aber nur vorläufig bis zum 1. Mai.

Peking wirft Washington Protektionismus vor

Das chinesische Finanzministerium erklärte nun, die Zölle sollten Verluste ausgleichen, die dem Land durch die von den USA verhängten Strafen entstünden. Die USA müssten ihre "protektionistischen" und "gegen Regeln der Welthandelsorganisation verstoßenden" Maßnahmen rückgängig machen. Chinesische Interessen seien "schwer beschädigt" worden.

Allerdings bleiben US-Waren von den aktuellen Maßnahmen verschont, die in besonders großen Mengen nach China kommen - wie beispielsweise Sojabohnen. Beobachter gehen deswegen davon aus, dass die Regierung in Peking sich vorerst zurückhält und auf weitere Verhandlungen mit Washington setzt.

US-Präsident Trump im Oval Office. | Bildquelle: JIM LO SCALZO/EPA-EFE/REX/Shutte
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Donald Trump wirft China Technologie-Diebstahl vor.

Auch kündigte China noch keine Gegenmaßnahmen gegen weitere von US-Präsident Donald Trump angedrohte Strafen im Umfang von bis zu 60 Milliarden Dollar an. Diese sollen vor allem chinesische Produkte aus dem Hightech-Bereich betreffen. Eine denkbare chinesische Reaktion darauf wären laut Beobachtern etwa Zölle auf weitere US-Agrarprodukte. Dies beträfe vor allem Landwirte, von denen viele als Trump-Unterstützer gelten. Auch könnten die Chinesen Boeing ins Visier nehmen und künftig mehr Aufträge an den europäischen Konkurrenten Airbus vergeben.

Peking rief Washington aber dazu auf, keine weiteren Strafen gegen die Volksrepublik zu verhängen. Man wolle einen Streit vermeiden, habe aber "absolut keine Angst vor einem Handelskrieg" mit den USA.

US-Zölle werden ausgearbeitet

Trump wirft China unter anderem Technologie-Diebstahl und andere unfaire Handelspraktiken vor. Beides sind Vorwürfe, die regelmäßig auch von deutschen und anderen europäischen Firmen erhoben werden.

Sein Handelsbeauftragter Robert Lighthizer soll die Zölle innerhalb von zwei Monaten ausarbeiten. Laut Berichten von US-Medien soll vor allem der chinesische Telekom-  und  Technologiesektor ins Visier genommen werden. 

Mit Informationen von Steffen Wurzel, ARD-Studio Shanghai.

Handelsstreit USA/China: Vergeltungszölle auf 128 US-Produkte
Steffen Wurzel, ARD Shanghai
02.04.2018 11:41 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 02. April 2018 um 02:41 Uhr.

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