Die Flaggen von China und USA | REUTERS

Wegen kritischer Äußerungen China sanktioniert Mitglieder der Trump-Regierung

Stand: 21.01.2021 05:47 Uhr

China hat Sanktionen gegen mehrere hochrangige Mitglieder der Ex-US-Regierung Trump verhängt. Betroffen sind 28 Frauen und Männer, die sich in den vergangenen Jahren kritisch gegenüber der chinesischen Staatsführung geäußert haben.

Von Steffen Wurzel, ARD-Studio Shanghai

Fast zeitgleich mit Joe Bidens Amtseid hat Chinas Staats- und Parteiführung Sanktionen gegen mehrere US-Politiker verhängt; genauer gesagt Sanktionen gegen zahlreiche Ex-Kabinettsmitglieder und Berater von Donald Trump, die sich in den vergangenen Jahren kritisch gegenüber der kommunistischen Staatsführung geäußert haben.

Steffen Wurzel ARD-Studio Shanghai

Insgesamt 28 Frauen und Männern sind von den chinesischen Sanktionen betroffen, darunter auch der bisherige Außenminister Mike Pompeo, Trumps Ex-Handels- und Sicherheitsberater Peter Navarro und John Bolton sowie die bisherige UNO-Botschafterin der USA, Kelly Craft. Die Sanktionierten und ihre Familienangehörigen dürfen nun nicht mehr nach Festlandchina einreisen, auch nicht nach Hongkong und Macau. Sie dürfen auch keine Geschäfte mehr mit chinesischen Firmen machen.

Retourkutsche für US-Sanktionen?

In den vergangenen Monaten hatte auch die US-Regierung Sanktionen gegen chinesische Politiker und Spitzenbeamte verhängt, als Reaktion auf Chinas Menschenrechtsverletzungen in Xjinjang und auf das völkerrechtswidrige Vorgehen in Hongkong. Die neue US-Regierung unter Biden dürfte eine harte Haltung gegenüber Chinas Führung beibehalten.

Die neue US-Geheimdienstdirektorin Avril Haines bezeichnete China als Herausforderung für die Sicherheit, den Wohlstand und die Werte Amerikas. Sie unterstütze eine, so wörtlich "aggressive Haltung" gegenüber China. Ähnlich äußerte sich der designierte US-Außenminister Antony Blinken.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 21. Januar 2021 um 10:00 Uhr.