Dieses Foto zeigt die Form des chinesischen Raumlabors "Tiangong 1", das mithilfe eines Radars vom Fraunhofer Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik erstellt wurde. | Bildquelle: Fraunhofer Institute/AP/dpa

Chinesische Raumstation "Tiangong-1" abgestürzt und verglüht

Stand: 02.04.2018 04:42 Uhr

Es kam wie erhofft: Die außer Kontrolle geratene chinesische Raumstation "Tiangong-1" stürzte auf die Erde ohne großen Schaden anzurichten. Sie trat über dem Südpazifik in die Erdatmosphäre ein.

Die chinesische Raumstation "Tiangong-1" ist auf die Erde gestürzt. Das acht Tonnen schwere Weltraumlabor sei dabei "größtenteils" verglüht, teilte die chinesische Raumfahrtbehörde CMSEO mit.

Die gut zehn Meter lange "Tiangong" (zu deutsch: Himmelspalast) sei um 08.15 Uhr Pekinger Zeit (02.15 Uhr MESZ) mitten über dem Südpazifik in die Erdatmosphäre eingetreten. Die übrigen Teile stürzen demnach ins Meer.

Raumlabor abgestürzt: Chinas Weltallpläne
tagesthemen 23:10 Uhr, 02.04.2018, Thomas Denzel, ARD Johannisburg

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Weltweites Interesse am Sinkflug

Die Raumfahrtbehörden weltweit hatten den Sinkflug genau verfolgt. Bereits vor einigen Tagen hatte die CMSEO beteuert, niemand müsse befürchten, dass die Station "wie in einem Science-Fiction-Film wild auf die Erde stürzen wird". Vielmehr werde sie sich in einen "prächtigen Sternschnuppenregen verwandeln, der durch den sternenklaren Himmel zur Erde braust".

Experten hatten geschätzt, dass etwa 1,5 bis 3,5 Tonnen des Raumlabors die Hitze beim Eintritt in die unteren Atmosphärenschichten überstehen und als kleine Stücke auf die Erdoberfläche fallen könnten. Länder wie die USA, China und Australien sowie Staaten Afrikas, Südeuropas und Südamerikas hätten vom Absturz betroffen sein können.

Start von "Tiangong 2" in chinesischer Gobi-Wüste | Bildquelle: AFP
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2016 wurde der Nachfolger "Tiangong 2" in der chinesischen Gobi-Wüste ins All geschickt.

Kontrollierter Absturz war nicht möglich

Ein kontrollierter Absturz des 8,5 Tonnen schweren und zwölf Meter langen Raumlabors über dem Meer war nicht möglich, weil seit März 2016 kein Kontakt mehr bestand und die Triebwerke nicht gezündet werden konnten. Das Labor war, abgebremst von der Atmosphäre, der Erde langsam immer näher gekommen.

"Tiangong-1" war eine kleine Raumstation, aber ein großer Schritt für Chinas Raumfahrt. Sie diente China auch dazu, das An- und Abkoppeln von Raumkapseln und Modulen zu trainieren. Solche Kopplungsmanöver sind entscheidend, wenn man ins Weltall vorstoßen will.

China plant große Raumstation

China, das ein ehrgeiziges Raumfahrtprogramm unterhält, hatte "Tiangong-1" im September 2011 ausgesetzt. Auf dem Außenposten im All koppelten mehrere bemannte und unbemannte Raumschiffe an, doch seit 2013 hatte kein Taikonaut mehr die Raumstation betreten.

Im September 2016 schickte China den Nachfolger "Tiangong-2" ins All. Bis 2022 soll daraus eine große, ständig bemannte Raumstation entstehen.

Chinesische Raumstation Tiangong-1 verglüht über dem Pazifik
Steffen Wurzel, ARD Shanghai
02.04.2018 06:24 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 02. April 2018 um 04:43 Uhr.

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