Sichelmond | REUTERS

Chinesischer Satellit Auf dem Weg zur anderen Seite des Mondes

Stand: 21.05.2018 10:38 Uhr

Die chinesische Raumfahrtbehörde hat für eine geplante Landung auf der Rückseite des Mondes einen Satelliten ins All geschossen. Dieser soll die Kommunikation zwischen dem Mond-Rover und der Erde absichern.

Seit zehn Jahren verfolgt China ein ehrgeiziges Programm zur Erforschung des Mondes. Bis zum Jahr 2030 soll erstmals ein Chinese den Erdtrabanten betreten. Ein weiterer Schritt auf diesem Weg ist nun erfolgt: Die chinesische Raumfahrtbehörde schickte zur Vorbereitung der ersten Rover-Landung auf der Rückseite des Mondes einen Satelliten ins All. Dieser soll die Kommunikation zwischen der Erde und einem Roboterfahrzeug absichern, das noch im Laufe des Jahres auf dem Mond landen soll.

Der Satellit "Queqiao" ("Brücke der Elstern") trennte sich wie vorgesehen nach 25 Minuten von einer Trägerrakete und entfaltete seine Sonnensegel und Kommunikationsantennen, wie die Raumfahrtbehörde meldete. Die Erkundung ist ein Kooperationsprojekt mit den Niederlanden, das den Empfänger für niedrige Radiofrequenzen (NCLE) entwickelt hat.

Ohne die Erdatmosphäre und andere Störungen können Astronomen in der Stille des Alls besser Signale auffangen. Mit dem Start brachte die Rakete vom Typ "Langer Marsch" zusätzlich noch zwei chinesische Mikrosatelliten "Longjiang" 1 und 2 ins All, die unabhängig davon eigene radioastronomische Forschung betreiben.

Chinesische Trägerrakete vom Typ "Langer Marsch-4C" | AFP

Die Rakete vom Typ "Langer Marsch-4C" setzte den Satelliten im All aus. Bild: AFP

Rover soll am Mond-Südpol landen

Der Rover "Chang'e-4", benannt nach der chinesischen Mondgöttin, soll im Aitken-Becken in der Region des Mond-Südpols landen und die "dunkle Seite" des Mondes erkunden. Diese wurde zwar schon mehrfach fotografiert, aber bislang nicht erkundet.

China hatte 2013 erstmals ein Landegerät auf dem Erdtrabanten abgesetzt. "Yutu" ("Jade-Hase") untersuchte die Mondoberfläche 31 Monate lang und sandte zahlreiche Daten zu Erde. Nach der Landung auf der Rückseite des Mondes ist voraussichtlich 2019 eine Mission geplant, bei der auch Gestein zur Erde zurückgebracht werden soll.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 21. Mai 2018 um 06:00 Uhr.

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KOMMENTARE

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DiePositiveBratwurst 21.05.2018 • 18:36 Uhr

Also...

...ich wünsche den Chinesen viel Glück und Erfolg. Auf die USA ist ohnehin kein Verlass mehr und viele wichtige Missionen der NASA wurden auf Grund von Trump schon eingestampft. Ich finde es toll wenn sich ein Land da noch mit Herzblut engagiert!