Ein Model des Monds hängt in der Pekinger Ausstellung zu Chinas Mondforschung | Bildquelle: AFP

China stellt Pläne vor Ein Rover für die dunkle Seite des Mondes

Stand: 16.08.2018 15:38 Uhr

China treibt seine ambitionierten Pläne zur Erforschung des Mondes voran. Staatsmedien zeigten Animationen eines Landeroboters, der auf der abgewandten Seite des Erdtrabanten landen soll - noch in diesem Jahr.

Chinesische Staatsmedien haben erstmals Animationen des Landeroboters gezeigt, der den Berichten zufolge noch in diesem Jahr zum Mond gebracht werden soll.

Das Fahrzeug verfügt über sechs Räder, Solarmodule und zahlreiche Kameras, mit denen es die Oberfläche untersuchen soll. "Der Rover ist der leichteste seiner Art auf der Welt. Er wiegt nur 140 Kilogramm", zitierte die staatliche Zeitung "China Daily" den Chefingenieur des chinesischen Mondprogramms, Wu Weiren.

Rover der chinesischen Mondsonde Chang'e 4 | Bildquelle: dpa
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Eine Computeranimation des neuen chinesischen Mond-Rovers.

Landung im Aitken-Krater

Der Roboter sei eine Weiterentwicklung des ersten chinesischen Rovers "Jadehase", der Ende 2013 auf dem Mond gelandet war. Das neue Fahrzeug sei auch mit einem fortschrittlichen Radar ausgestattet, mit dessen Hilfe der erste geologische Querschnitt der fernen Seite des Mondes erstellt werden soll.

Der Rover soll mit dem Landemodul "Chang'e 4" im Aitken-Krater nahe dem Südpol des Mondes aufsetzen, der 1970 nach dem US-Astronomen Robert Grant Aitken benannt wurde.

Kommunikationssatellit bereits im All

Für die erste unbemannte Landung auf der Mond-Rückseite hatte China bereits im Mai einen Satelliten ins All gebracht, der im Funkschatten der erdabgewandten Seite des Mondes als Relais-Station für die Kommunikation zur Erde dienen soll.

China hat ehrgeizige Raumfahrt-Pläne. So sind sowohl der Bau einer eigenen Raumstation als auch eine weitere Erkundung des Mondes geplant. Bis 2030 will China einen Menschen auf den Mond bringen.

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