Karte: China mit den Städten Peking, Shanghai und Longyan

Fünf Tote in China Entführter Bus fährt in Menschengruppe

Stand: 25.12.2018 14:09 Uhr

Ein Mann bringt in China einen Bus in seine Gewalt. Das Fahrzeug rast in eine Fußgängergruppe - fünf Menschen werden getötet, 21 verletzt. Ein bewaffneter Verdächtiger wurde festgenommen.

In China ist ein entführter Bus in eine Fußgängergruppe gerast. Mindestens fünf Menschen seien getötet und 21 weitere verletzt worden, berichteten Staatsmedien. Ein mit einem Messer bewaffneter Verdächtiger sei festgenommen worden. Der Vorfall ereignete sich in der Stadt Longyan in der östlichen Provinz Fujian, wie die Lokalzeitung "Minxi Ribao" berichtete.

Unter den fünf bestätigten Toten ist demnach ein Polizist.

Erst Attacke, dann Entführung

In einem bei dem in den USA ansässigen chinesischen Medienportal Duowei veröffentlichten Video waren mehrere verletzte Menschen zu sehen, die neben einem beschädigten Bus auf der Straße lagen. Die Front des Busses war schwer beschädigt. Der Bus stand in der Mitte der Straße, auf den Stufen des Fahrzeugs war Blut zu sehen.

Dem Bericht zufolge attackierte der Angreifer zunächst eine Passagierin, anschließend habe er den Bus entführt. Der Verdächtige wurde bislang nicht identifiziert. Die Behörden in Longyan wollten sich bislang nicht äußern. Der staatliche Fernsehsender CGTN berichtete, die Polizei habe Ermittlungen gegen den Mann eingeleitet.

Bereits ähnliche Vorfälle

In China gab es zuletzt mehrere ähnliche Vorfälle. Ende November raste ein Auto in eine Gruppe von Kindern vor einer Grundschule in der nordöstlichen Provinz Liaoning. Fünf Menschen wurden getötet und mindestens 19 verletzt. Medienberichten zufolge hatte der Fahrer persönliche Probleme.

Im Oktober starben drei Menschen, als ein Mann nach einer Messerstecherei in der östlichen Provinz Zhejiang in eine Menge fuhr und anschließend weitere Menschen angriff.

Im September fuhr ein Mann einen Lastwagen im eine Menge in der Provinz Hunan und stach anschließend auf Menschen ein. Elf Menschen starben, 44 wurden verletzt.

Über dieses Thema berichtete NDR Info und Deutschlandfunk24 am 25. Dezember 2018 um 13:00 Uhr in den Nachrichten.

Darstellung: