Giraffen und Zebras sind im in Mikumi National Park in Tansania zu sehen. | AP

UN-Artenschutzkonferenz COP-15 China sagt Millionen für Artenschutz zu

Stand: 12.10.2021 15:14 Uhr

China will 200 Millionen Euro in den Schutz vom Aussterben bedrohter Arten investieren. Das kündigte Staatschef Xi auf der UN-Artenschutzkonferenz an. Bundesumweltministerin Schulze forderte von den Teilnehmern "ehrgeizige Ziele".

China will 1,5 Milliarden Yuan - umgerechnet etwa 200 Millionen Euro - in den Artenschutz in ärmeren Ländern investieren. Staats- und Parteichef Xi Jinping kündigte auf der UN-Artenschutzkonferenz (COP15) im chinesischen Kunming die Schaffung eines entsprechenden Fonds an, der Entwicklungsländer darin unterstützen soll, ihre Artenvielfalt zu schützen.

Auf der Konferenz der fast 200 Vertragsstaaten der UN-Konvention zur biologischen Vielfalt (CBD), die online und vor Ort stattfindet, beraten etwa 5000 Teilnehmer noch bis Freitag über ein neues Rahmenabkommen, um gegen das Aussterben der Arten vorzugehen.

Artensterben soll bis 2030 gestoppt werden

Die Konferenz soll ähnlich wie bei der Weltklimakonferenz von Paris eine verpflichtende Rahmenvereinbarung zum Schutz der Artenvielfalt erarbeiten. Bis 2030 soll das Artensterben gestoppt werden. Dafür sollen bis dahin weltweit jährlich 175 Milliarden Euro ausgegeben werden.

Xi versprach, China werde seine Naturschutzgebiete weiter ausbauen. Zudem sicherte er den Ausbau erneuerbarer Energien zu: Sein Land wolle großangelegte Solarprojekte und Windenergieanlagen beschleunigen. China ist der weltweit größte Produzent von Treibhausgasen und verbraucht am meisten Kohle von allen Ländern. Auch wenn es erneuerbare Energien stark ausbaut, deckt China weiter rund 60 Prozent seines wachsenden Bedarfs mit diesem fossilen Rohstoff.

Deutschland soll Beteiligung erhöhen

Der chinesische Präsident lud andere Staaten ein, sich an der Finanzierung von Artenschutz zu beteiligen. Auch die Bundesregierung wurde aufgefordert, ihre Hilfe auf mindestens zwei Milliarden Euro pro Jahr zu erhöhen. Aktuell beteiligt sich Deutschland mit 800 Millionen Euro.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze sprach sich in ihrer Rede auf der Konferenz für ein "ehrgeiziges" neues Rahmenabkommen aus. Die Ziele in der angestrebten Vereinbarung müssten "ambitioniert und konkret" sein, sagte sie. Und es müsse gewährleistet werden, dass die Ziele in nationale Pläne umgesetzt und überwacht werden.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 12. Oktober 2021 um 13:03 Uhr.

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KOMMENTARE

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derkleineBürger 12.10.2021 • 21:43 Uhr

um 20:13 von friedrich

um 20:13 von friedrich peter... "Der weltweite Aufruf Chinas zur Beendigung der Vernichtung seltenen Tieren finanziell beizutragen sollte erst mal bei der eigenen Bevölkerung und im eigenen Land beginnen. Das die Elefanten, Nashörner und viele anderen Tieren weltweit fast vernichtet sind ist zurück zu führen auf deren Einsatz als Potenzmittel. " -> Unwissenheit & Ressentiments führen zu solchen Kommentaren.Da kriegt man ja fast Mitleid,wenn es nicht so hetzerisch wäre. Aus Elfenbein werden u.a. Schmuckstücke o.ä. (Ringe, Armreifen,uvm) gefertigt. In Japan ist es auch für den "Bessergestellten" völlig normal, seinen Hanko (Namensstempel) aus Elfenbein zu haben. & eur. Großwildjäger lassen sich auch Sessel aus Elefantenfüßen fertigen Nashorpulver gilt in Vietnam als "hip" - wird dort wie hier Trüffel verwendet. & allgemein als "Wunderpulver", dass angeblich u.a. Fieber senken, Krebs & Impotenz heilen kann. Hirsch- & Tigerpenis gelten als Potenzmittel