Eine brennende U-Bahn steht in einer Metrostation der chilenischen Hauptstadt Santiago | Bildquelle: AFP

Nach Ausschreitungen in Chile Fahrpreiserhöhung nach Protesten gestoppt

Stand: 20.10.2019 15:47 Uhr

Chiles Präsident Piñera hat auf die Gewalt der vergangenen Tage reagiert: Die Verteuerung der U-Bahn-Tickets wird ausgesetzt. Bei den anhaltenden Protesten starben in der Nacht drei Menschen.

Nach gewaltsamen Protesten mit mehreren Todesopfern hat der chilenische Präsident Sebastián Piñera die geplante Erhöhung des Preise für U-Bahn-Tickets in der Hauptstadt Santiago gestoppt. Er kündigte am Abend an, dass die Anhebung der Fahrpreise ausgesetzt werde. Mit Demut habe er die Stimme seiner Landsleute vernommen, teilte Piñera mit.

Chiles Präsident stoppt die Fahrpreiserhöhung
tagesschau24 09:00 Uhr, 20.10.2019

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Drei Tote bei Plünderung

Bei den gewaltsamen Protesten starben in der Nacht drei Menschen. Nach Behördenangaben kamen sie in einem brennenden Supermarkt in der Hauptstadt ums Leben, der in der Nacht geplündert wurde. Zwei der Opfer waren sofort tot. Ein drittes sei im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen erlegen, sagte Bürgermeisterin Karla Rubilar.

Seit Montag hatten Hunderte junge Leute gegen die angekündigte Preiserhöhung um vier Prozent protestiert. Sie sprangen über Zugangsschranken an U-Bahnhöfen, fuhren schwarz und randalierten an Haltestellen. Zuletzt eskalierte die Gewalt. Nachdem Demonstranten bereits am Freitag 78 U-Bahn-Stationen in der Sieben-Millionen-Einwohner-Metropole verwüstet hatten, zündeten sie am Samstag Busse und Bahnen an. Der Busverkehr wurde daraufhin ebenso wie zuvor der U-Bahn-Betrieb eingestellt.

Drei Tote bei gewaltsamen Protesten in Chile
tagesschau 20:00 Uhr, 20.10.2019, Matthias Ebert, ARD Rio de Janeiro

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Ausnahmezustand und Ausgangssperre

Angesichts der gewaltsamen Ausschreitungen verhängte das Militär eine nächtliche Ausgangssperre für die gesamte Stadt. Zuvor hatte der Präsident bereits den Ausnahmezustand ausgerufen. Zum ersten Mal seit der Militärdiktatur unter Augusto Pinochet, die 1990 endete, patrouillierten Soldaten durch die Straßen von Santiago, um die öffentliche Ordnung wiederherzustellen.

Neben der Fahrpreiserhöhung in Santiago heizte auch eine landesweite Erhöhung der Stromtarife den Unmut der Bevölkerung an. Tausende Chilenen zogen am Samstag zunächst friedlich durch Santiago und andere Städte, um ihrem generellen Ärger über die wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen und der großen Kluft zwischen Arm und Reich Luft zu machen. Später kam es zu Zusammenstößen unter anderem vor dem Präsidentenpalast in Santiago.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 20. Oktober 2019 um 09:00 Uhr.

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