Demonstranten auf den Straßen von Santiago, Chile | Bildquelle: AP

Gewalt in Chile hält an Brandstiftung und Plünderungen

Stand: 29.10.2019 14:35 Uhr

In Chiles Hauptstadt Santiago hat es erneut Ausschreitungen gegeben. Am Rande von Protesten gegen soziale Missstände setzten Teilnehmer Geschäfte in Brand und plünderten sie.

In Chile haben erneut Tausende Menschen gegen die soziale Lage im Land demonstriert. Dabei kam es zu Gewalt in der Hauptstadt. Unter anderem wurde ein Gebäude mit Geschäften in Brand gesetzt.

Chile kommt nicht zur Ruhe

In Chile gibt es seit zehn Tagen andauernde Unruhen. Auslöser war eine Anhebung der U-Bahn-Fahrpreise, die inzwischen zurückgenommen wurde. Danach weiteten sich die Proteste aber zu einer Massenbewegung aus. Mindestens 20 Menschen wurden nach Regierungsangaben dabei getötet.

Um die Proteste einzudämmen, kündigte die Regierung von Präsident Sebastián Piñera Anhebungen beim Mindestlohn an, stockte die Mindestrenten auf und setzte eine Erhöhung des Strompreises aus. Außerdem ersetzte er sein gesamtes Kabinett.

Tausende Chilenen demonstrieren gegen die Regierung und für soziale Gerechtigkeit
tagesschau 09:00 Uhr, 29.10.2019

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"Wir brauchen echten Wandel"

Die Personalwechsel nahm der Staatschef in wichtigen Ressorts wie Inneres, Finanzen, Wirtschaft und Arbeit vor. "Chile hat sich verändert und die Regierung muss sich ändern", erklärte Piñera.

Vielen Demonstranten reicht das aber offenbar nicht. "Ein neues Kabinett ist nicht genug, wir brauchen echten Wandel bei Gesundheitsversorgung, Bildung, Renten", sagte der 34-jährige Omar Soto, Inhaber eines Handy-Geschäfts.

Minenarbeiter wollen ebenfalls streiken

Zur Unterstützung der Proteste wollen jetzt auch Bergleute der größten Kupfermine der Welt in einen 24-stündigen Streik treten. Das kündigte die Gewerkschaft an. Über 90 Prozent der 2500 Arbeiter der Escondida-Mine im Norden Chiles seien gewerkschaftlich organisiert.

In einer Erklärung heißt es, Regierung und Parlament sollten sich um die Bedürfnisse eines großen Teils der Bevölkerung kümmern. Ein "gerechter Sozialpakt" sei der einzige Weg, um die derzeitige Krise zu überwinden.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 29. Oktober 2019 um 09:00 Uhr.

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