Ein Mann steht auf einem der beiden Grenzzäune zu Ceuta.  | Bildquelle: REUTERS

Spanische Exklave in Nordafrika 1000 Flüchtlinge scheitern am Ceuta-Zaun

Stand: 01.01.2017 17:13 Uhr

Rund 1100 afrikanische Flüchtlinge haben versucht, in die spanische Exklave Ceuta in Marokko zu gelangen. Dabei ging es gewalttätig zu. Etliche Sicherheitskräfte wurden dabei verletzt.

Mehr als 1000 Migranten und Flüchtlinge aus dem südlichen Afrika haben in der Nacht zum Neujahrstag versucht, über den Absperrzaun in die spanische Exklave Ceuta in Marokko zu gelangen. Dabei wurden 50 Mitglieder der marokkanischen Sicherheitskräfte und fünf spanische Polizisten verletzt, teilten die spanischen Behörden mit.

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Die Behörden in Ceuta beschrieben das Vorgehen der Migranten als "extrem gewalttätig". Diese hätten Metallstäbe, Drahtscheren und Steine eingesetzt, einer der verletzten Beamten habe ein Auge verloren.

Rund 100 Menschen war es gelungen, auf den ersten von zwei Absperrzäunen zu klettern. Zwei Männer schafften es Berichte zufolge, spanischen Boden zu erreichen. Beide hätten sich beim Klettern über den sechs Meter hohen Grenzzaun Verletzungen zugezogen. Die spanische Polizei brachte sie ins Krankenhaus.

Anfang Dezember war es 400 Migranten gelungen, auf das Gebiet von Ceuta vorzudringen. Immer wieder versuchen Schutzsuchende, auf diese Weise EU-Gebiet zu erreichen.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 01. Januar 2017 um 18:00 Uhr.

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