Flüchtlinge klettern in Ceuta über den Grenzzaun | Bildquelle: AFP

Ansturm in Ceuta 150 Migranten überwinden Grenzzaun

Stand: 30.08.2019 13:46 Uhr

Bei einem Ansturm afrikanischer Migranten auf den Grenzzaun nahe der
Exklave Ceuta sind mindestens 150 Menschen auf spanisches Territorium gelangt. Mehrere Polizisten wurden bei dem Versuch, sie abzuwehren, verletzt.

Mehr als 150 Menschen aus Afrika sind in die spanische Exklave Ceuta gelangt. Bei dem Massenansturm versuchten insgesamt 250 Menschen von Marroko aus über den sechs Meter hohen doppelten Grenzzaun auf spanisches Territorium zu gelangen, sagte ein Sprecher der Regierungsvertretung in Ceuta der dpa. Etwa 100 von ihnen sei das nicht gelungen.

Mindestens sechs Polizisten seien dabei leicht verletzt worden, als sie versuchten, die Migranten abzuwehren. Auch einige der Migranten hätten leichte Verletzungen erlitten.

Von Seiten der lokalen marokkanischen Sicherheitskräfte hieß es, sie hätten rund 400 Migranten davon abgehalten, nach Ceuta zu kommen. Dabei seien neun Migranten leicht verletzt worden. 90 Menschen wurden demnach festgenommen.

Ceuta und Melilla immer wieder Anziehungspunkt für Migranten

Immer wieder versuchen in Marokko ausharrende Migranten, den acht Kilometer langen Zaun zu überwinden. Den größten Ansturm der letzten Zeit gab es im Juli 2018, als mehr als 600 Migranten nach Ceuta kamen. Die meisten von ihnen wurden nach Marokko zurückgeschickt.

Spanien verfügt in Nordafrika über zwei Exklaven, die beide von Marokko beansprucht werden: Ceuta an der Meerenge von Gibraltar und das 250 Kilometer weiter östlich gelegene Melilla. In der Nähe der beiden Gebiete warten Zehntausende Afrikaner auf eine Gelegenheit, in die EU zu gelangen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 30. August 2019 um 14:00 Uhr.

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