Friedrich Merz, Annegret Kramp-Karrenbauer und Jens Spahn auf der CDU-Regionalkonferenz in Berlin - Landesvorsitzende Monika Grütters applaudiert. | Bildquelle: HAYOUNG JEON/EPA-EFE/REX/Shutter

CDU-Regionalkonferenzen Die Bewerbungstour hat sich gelohnt

Stand: 01.12.2018 01:15 Uhr

Nach der letzten CDU-Regionalkonferenz in Berlin zeichnet sich nicht ab, wer das Rennen um den Parteivorsitz machen wird. Die Tour der Bewerber durch Deutschland hat sich dennoch für alle gelohnt.

Von Andrea Müller, SR

Rund 2000 CDU Mitglieder aus Berlin und Brandenburg haben an der letzten Regionalkonferenz teilgenommen. Am Ende war keine eindeutige Tendenz erkennbar - bei einigen aber schien der Abend etwas bewegt zu haben.

"Präferenz leicht für Friedrich Merz, obwohl ich sagen muss, dass ich - überraschenderweise - von Jens Spahn immer mehr angetan bin", sagt ein Besucher der Regionalkonferenz. Sie unterstütze gerne die Frauen in der Partei, versichert eine Teilnehmerin - und hat dann Mühe, den Namen von Kandidatin Annegret Kramp-Karrenbauer auszusprechen. Friedrich Merz habe sich rhetorisch "sehr gut verkauft", seine Konkurrentin gefalle ihm aber "programmatisch besser", sagt ein Dritter.

"AKK" appelliert an ihre Wettbewerber

Auch wenn nicht die Mitglieder entscheiden, sondern die Delegierten auf dem Parteitag: Die strapaziöse Bewerbungstour durch Deutschland hat sich gelohnt, da sind sich alle drei Kandidaten einig.

Vor Entscheidung über Nachfolge von Merkel: Letzte von acht Regionalkonferenzen der CDU
30.11.2018, Marie von Mallinckrodt, ARD Berlin

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Jens Spahn nennt es ein befreiendes Erlebnis: "Das zeigt doch: Unsere Mitglieder interessieren sich für das, was in der Partei passiert. Sie haben Ideen einzubringen, sie wollen debattieren." Die Regionalkonferenzen sollten "nicht das Ende, sondern der Start" gewesen sein, fordert er.

Bisher sei es gelungen, keine Gräben zu reißen in diesem Wettkampf um den Parteivorsitz, sagt Generalsekretärin Kramp-Karrenbauer. Das müsse so bleiben, fordert sie und appelliert an ihre Mitstreiter: Es sei "die höchstpersönliche Verantwortung" aller Kandidaten, dafür zu sorgen, dass ihr Unterstützerkreis weiter in der Partei bleibe und mitgestalte.

"Wir, die CDU, sind vertragstreu"

Kramp-Karrenbauer verspricht einen neuen Führungsstil: Erst entscheide die Partei, dann die Fraktion und erst dann die Regierung. Damit setzt sie sich ab von Amtsinhaberin Merkel.

Friedrich Merz dagegen bemüht sich, seine Distanz zu Angela Merkel ein wenig zu verringern. Er als Parteivorsitzender und sie als Kanzlerin?

"Natürlich geht das gut", verkündet er und setzt hinzu: "Wir, die CDU, sind vertragstreu. Für uns gilt immer: Erst das Land und dann die Partei und niemals umgekehrt. Und deshalb werden wir in voller Loyalität die Regierung unterstützen."

"Ihr wart großartig"

Die Partei feiert sich ein wenig selbst. Als Sternstunden innerparteilicher Verständigung lobt die Berliner Landesvorsitzende Monika Grütters die Regionalkonferenz und verteilt am Ende der Vorstellung drei goldene Bären.

"Lieber Friedrich, liebe Annegret, lieber Jens, ihr wart großartig" sagt sie, Applaus setzt ein.

Doch Berlin ist nicht Hamburg. Beim Parteitag in einer Woche wird auch Grütters sich entscheiden müssen.

Finale in Berlin: Letzte Regionalkonferenz der CDU
Andrea Müller, ARD Berlin
01.12.2018 00:08 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 30. November 2018 um 20:00 Uhr.

Korrespondentin

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Andrea Müller, SR

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