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Internationaler Sportgerichtshof Russische Athleten scheitern mit Klage

Stand: 09.02.2018 03:59 Uhr

Russische Sportler sind vor dem Internationalen Sportgerichtshof bei dem Versuch unterlegen, sich ein Startrecht für Olympia zu erstreiten. Russland war wegen Dopings von den Spielen ausgeschlossen worden.

45 weitere russische Sportler und zwei Betreuer bleiben von den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang ausgeschlossen. Der Internationale Sportgerichtshof CAS wies ihre Klage gegen die Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees am Freitag wenige Stunden vor der Eröffnungsfeier zurück.

Schon am Vortag hatte die Ad-hoc-Kommission des CAS bei 13 russischen Athleten und Offiziellen ein ähnliches Gesuch abgelehnt und sich als nicht zuständig erklärt. Damit bleibt es bei 168 Sportlern aus Russland, die für die 23. Winterspiele vom Internationalen Olympischen Komitee zugelassen worden sind. Diese Sportler starten unter neutraler Flagge und ohne Hymne als Olympische Athleten aus Russland.

DOSB begrüßt Entscheidung

Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbunds, nannte die CAS-Entscheidung eine "hocherfreuliche Mitteilung". Damit bleibe "die Hoffnung, dass Betrüger von Sotschi nicht in Pyeongchang um Medaillen kämpfen."

Alfons Hörmann auf der DOSB-Mitgliederversammlung
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Begrüßt die Entscheidung: DOSB-Präsident Hörmann.

Das IOC hatte in einem aufwendigen Prüfverfahren eine Selektion für russische Sportler getroffen. Aufgrund der Belege für organisierte Dopingmanipulationen bei den Winterspielen in Sotschi 2014 hatte das IOC im Dezember vergangenen Jahres das Nationale Olympische Komitee Russlands gesperrt.

Demnach konnten russische Sportler nur per IOC-Einladung zu den Spielen nach Pyeongchang gelangen. In vielen Fällen hatte das IOC den Athleten eine Einladung verweigert, obwohl aktuell kein positiver Dopingbefund vorliegt.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 09. Februar 2018 um 04:57 Uhr.

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