Dichte Rauchwolken steigen über einem Wald in Bairnsdale Australien auf.  | Bildquelle: dpa

Inferno in Australien Tausende Menschen fliehen - Millionen Tiere tot

Stand: 03.01.2020 13:46 Uhr

Die verheerenden Buschbrände in Australien treiben Tausende Bewohner und Touristen in die Flucht. Experten gehen davon aus, dass Millionen Tiere im Inferno gestorben sind. Am Wochenende drohen neue Feuer.

Tausende Menschen sind auf der Flucht, ganze Städte müssen evakuiert werden. Wegen der anhaltenden Buschbränden im Südosten Australiens wurde für die Bundesstaaten New South Wales und Victoria der Notstand verhängt. In New South Wales ist es bereits das dritte Mal in dieser Brandsaison, in Victoria zum ersten Mal in der Geschichte des Bundesstaates. Die Behörden evakuieren einen 300 Kilometer langen Küstenstreifen im Südosten des Landes. New South Wales' Regierungschefin Gladis Berejiklian erklärte: "Es gibt noch ein Zeitfenster zur Flucht."

Militär unterstützt Evakuierung

In den betroffenen Gebieten werfen Militärflugzeuge Satellitentelefone, Wasser und Not-Rationen ab. Im Urlaubsort Mallancoota startete die australische Marine eine Rettungsaktion für Hunderte von den Bränden eingekesselte Menschen. Sie harren dort bereits seit Silvester am Strand aus. Die Buschfeuer wüten seit Oktober vergangenen Jahres. Bisher kamen mindestens 19 Menschen ums Leben.

Notstand und Evakuierungen in den Bundesstaaten Victoria und New South Wales
tagesschau 12:00 Uhr, 03.01.2020, Stella Peters, NDR

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Angst vor neuen Bränden

Es wird davon ausgegangen, dass sich die Gefahrenlage zuspitzt. Am Wochenende werden Temperaturen bis zu 46 Grad erwartet. Experten befürchten, Blitze und heiße Winde könnten weitere Feuer entfachen, die bestehenden Brandherde vergrößern. Zurzeit wüten in New South Wales und Victoria fast 200 Feuer - landesweit sind es mehr als 300.

Millionen Tiere starben im Inferno

Für die Tierwelt sind die Brände sehr verheerend. Forscher der Universität Sydney ermittelten mit Hilfe von älteren Zahlen des WWF zum Thema Landrodung, welche Folgen die Brände für die Flora und Fauna von New South Wales haben könnten.

Die in dem Bundesstaat mittlerweile zerstörte Landesfläche ist größer als die Belgiens. Nach Angaben der Uni ergebe eine konservative Schätzung, dass bereits jetzt 480 Millionen Säugetiere, Reptilien und Vögel verendet sein könnten.

Brände werden zum Politikum

Die Brandherde werden in Australien zunehmend zum Politikum. Premierminister Scott Morrison, räumte zwar bereits ein, dass der Klimawandel ein Faktor für die Brände sei, erklärte jedoch die Naturschutz-Maßnahmen seiner Regierung für ausreichend. Morrison gilt als Kohle-Förderer und wurde bei seinem Besuch im Krisengebiet am Donnerstag in Cobargo beschimpft.

Folgen für Tourismus und Tennis

Die Brände belasten auch zunehmend das Tourismusgeschäft. Wie der australische Hotellerieverband bekannt gab, seien die Gästezahlen im Dezember bereits um zehn Prozent eingebrochen.

Durch die Brandherde musste außerdem ein Tennistunier von Australiens Hauptstadt Canberra nach Bendigo verlegt werden. Davon betroffen sind auch die deutschen Tennis-Profis Philipp Kohlschreiber und Dominik Koepfer. Die Veranstalter erklärten, das Wohl der Spieler, Fans und Mitarbeiter habe zu jeder Zeit "höchste Priorität". Grund für die Tunierverlegung sind die Rauchschwaden der Brände. Der Rauch ist in der Hauptstadt so stark, dass einige Menschen bereits innerhalb von Gebäuden Schutzmasken tragen.

Buschbrände in Australien
Holger Senzel, ARD Singapur
02.01.2020 11:50 Uhr

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Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 03. Januar 2020 um 11:00 Uhr.

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