Berater wirft hin "Cohn hat die Reißleine gezogen"

Stand: 07.03.2018 09:30 Uhr

Cohn gilt als ausgleichender Mahner - und er war der Architekt hinter Trumps Steuerreform. Doch die Strafzoll-Pläne des Präsidenten gingen ihm nun offenbar zu weit.

Der zurückgetretene Gary Cohn sei eine wichtige Figur im Trump-Kabinett gewesen, sagt ARD-Korrespondentin Verena Bünten: ein früherer Investment-Banker, der auch als Architekt hinter Trumps Steuerreform gilt.

Aber er sei stets auch ein ausgleichender Mahner gewesen, der sich für Freihandel und internationale Zusammenarbeit eingesetzt habe. Bis zuletzt habe er sich gegen die Strafzoll-Pläne Donald Trumps gestellt. "Jetzt hat Gary Cohn offensichtlich die Reißleine gezogen."

Verena Bünten, ARD Washington, zum Rücktritt von Gary Cohn
morgenmagazin, 07.03.2018

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In Washington werde das als Indiz gewertet, wie ernst es Trump mit den Strafzöllen sei. "Und es wird auch gefürchtet, dass jetzt, wo dieser ausgleichende Mahner von Bord gegangen ist, Trumps Wirtschaftspolitik noch härter wird."

Hört Trump auf seine Partei?

Abzuwarten sei nun außerdem, wer sich bei den Republikanern durchsetze - Trump oder seine Kritiker. "Die Republikaner waren traditionell immer für den Freihandel, das ist ein republikanischer Grundwert."

Einige versuchten nun, den Präsidenten umzustimmen. "Da ist die Frage: Hört Trump auf seine Partei, belässt er es vielleicht wirklich nur bei den Drohungen? Oder er macht er die Drohungen wahr und kippt die Partei um?" Das aber sei dann das Zeichen, dass er die Republikaner wirklich umkremple - "und zwar mit allen Grundwerten".

Über dieses Thema berichtete das morgenmagazin am 07. März 2018 um 05:41 Uhr.

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