Bud Spencer in Peniscola (Spanien), aufgenommen am 01.06.2004

Nachruf auf Bud Spencer Flotte Sprüche, fliegende Fäuste

Stand: 28.06.2016 04:41 Uhr

Western- und Actionstreifen machten ihn zum Publikumsliebling: Mit flotten Sprüchen und fliegenden Fäusten begeisterte Bud Spencer seine Fans. Nun ist der Italiener im Alter von 86 Jahren in Rom gestorben.

Von Martin Motzkau, tagesschau.de

Die legendären Prügeleien und der markante Vollbart waren sein Markenzeichen. In seinen Filmen zogen die Schurken stets den Kürzeren, wenn er ihnen gegenüberstand: Carlo Pedersoli, besser bekannt unter dem Namen Bud Spencer, wurde von Fans auf der ganzen Welt regelrecht vergöttert. Seine Silhouette ziert ähnlich wie bei Che Guevara etliche T-Shirts, seine Sprüche genießen Kultstatus.

Trauer um verstorbenen Schauspieler Bud Spencer
tagesschau 20:00 Uhr, 28.06.2016, Ellen Trapp, ARD Rom

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"Wir haben dich lieb gehabt"

Welche Wertschätzung Bud Spencer genoss, zeigen die Reaktionen in den sozialen Netzwerken nach Bekanntwerden seines Todes. Italiens Regierungschef Matteo Renzi twitterte: "Ciao Bud Spencer. Wir haben Dich lieb gehabt." Auch aus Deutschland kamen entsprechende Reaktionen: "Harte Faust, weiches Herz, toller Mensch. Ein Held meiner Kindheit. Ruhe in Frieden Carlo Pedersoli", schrieb Bundesjustizminister Heiko Maas auf Twitter.

Was bleibt, sind die Erinnerungen an eine Legende. Gemeinsam mit seinem Partner Terence Hill (Mario Girotti) bildete Pedersoli das wohl schlagfertigste Duo in der Filmgeschichte. Unvergessen bleibt, wie der gebürtige Italiener in "Das Krokodil und sein Nilpferd" von 1979 mit einer Bratpfanne um sich schlug und damit Leute verprügelte. Dabei verabscheute Pedersoli im wahren Leben jegliche Gewalt.

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Zum Tod von Bud Spencer

Bud Spencer

Bud Spencer ist tot. Er starb im Alter von 86 Jahren im Kreis seiner Familie. | Bildquelle: dpa

Erfolgreicher Olympiaschwimmer

Am 31. Oktober 1929 in Neapel geboren, schlug er zunächst einen sportlichen Lebensweg ein. Als Schwimmer gewann Pedersoli in seiner Heimat Italien mehrfach die nationale Meisterschaft. Er war der erste Italiener, der die hundert Meter unter einer Minute schwamm.

1952 und 1956 nahm er mit der italienischen Wasserball-Nationalmannschaft sogar an den Olympischen Spielen teil. Der Schwimmsport blieb immer ein Teil von ihm. "Das ist mein Sport, das gehört zu mir", sagte er viele Jahre nach seiner Schwimmkarriere.

Durchbruch an der Seite von Terence Hill

Erst einige Jahre später führte ihn sein Weg zum Film. Nach kleineren Auftritten bekam er 1967 eine Rolle in "Gott vergibt... Django nie!". Es war die Geburtsstunde von Bud Spencer und Terence Hill. Filme wie "Vier Fäuste für ein Halleluja" und "Sie nannten ihn Mücke" folgten - und machten den Mann, der in Interviews von Charlie Chaplin sowie Laurel und Hardy schwärmte, im Laufe der Jahre zu einer Legende.

Bud Spencer sitzt am 17.03.2016 in seiner Wohnung in Rom. Sein viertes Buch "Was ich Euch noch sagen wollte..." feierte im Frühjahr 2016 in Deutschland Weltpremiere.
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Bud Spencer im März 2016 in seiner Wohnung in Rom: Sein viertes Buch "Was ich Euch noch sagen wollte ..." feierte im Frühjahr in Deutschland Weltpremiere.

Deutschland fühlte er sich in besonderem Maße verbunden - vor allem zu Schwäbisch Gmünd hatte Spencer eine enge Beziehung: Das dortige Freibad trägt seinen Namen, wo er 1951 zu seiner aktiven Zeit als Schwimmer noch seine Bahnen zog.

Für seine Fans legte sich Bud Spencer immer ins Zeug. Bei seinen Auftritten erfüllte er ihnen stets den Wunsch nach einem Autogramm. Wenn man einmal die Herzen des Publikums gewonnen habe, dürfe man sie nie mehr verlieren, sagte er bei einem Besuch in Berlin im Frühjahr 2012. Das ist Bud Spencer bis zum Schluss - und auf eindrucksvolle Weise - gelungen.

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