Ein Demonstrant steht vor Polizisten. | Bildquelle: dpa

Protest gegen Migrationspakt Gewalt bei rechter Demo in Brüssel

Stand: 16.12.2018 18:00 Uhr

Weil sie den UN-Migrationspakt ablehnen, haben Tausende Menschen in Brüssel protestiert. Rechte Randalierer warfen Steine und versuchten, ins Gebäude der EU-Kommission vorzudringen. Die Polizei setzte Tränengas ein.

In Brüssel sind Tausende Menschen gegen den UN-Migrationspakt auf die Straße gegangen. Nach Polizeiangaben beteiligten sich mindestens 5500 Teilnehmer an der Kundgebung in der Nähe wichtiger EU-Institutionen, zu der ein rechtsradikales Parteienbündnis aufgerufen hatten.

Die Demonstranten forderten auch den Rücktritt von Premierminister Charles Michel, dessen Regierungsbündnis am Streit um den Migrationspakt zerbrochen war. "Unser Volk zuerst" und "Wir haben genug, geschlossene Grenzen" stand auf Schildern der Teilnehmer.

Demonstranten stoßen mit der Polizei zusammen. | Bildquelle: dpa
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Nach einer Demonstration rechter Gruppen gegen den UN-Migrationspakt ist die Polizei mit Tränengas und einem Wasserwerfer gegen Gewalttäter vorgegangen.

Randalierer werfen Steine und Gegenstände

Nach einem friedlichen Auftakt warfen Demonstranten in der Nähe der EU-Kommission Steine und Gegenstände. Laut Nachrichtenagentur Belga versuchten 300 bis 400 Randalierer, ins Gebäude der EU-Kommission einzudringen. Sie hätten Steine und andere Gegenstände geworfen. Daraufhin setzte die Polizei Tränengas ein und ging mit einem Wasserwerfer gegen die Gewalttäter vor.

Ausschreitungen in Brüssel bei Demo gegen UN-Migrationspakt
tagesschau 20:00 Uhr, 16.12.2018

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Bei einer Gegendemonstration in einem anderen Stadtviertel versammelten sich nach Polizeiangaben etwa 1000 Menschen. Beide Kundgebungen waren zunächst von den Brüsseler Behörden aus Angst vor Ausschreitungen untersagt worden. Der belgische Staatsrat entschied jedoch, dass die Demonstrationen stattfinden dürfen.

Demonstranten stoßen vor dem EU-Hauptquartier mit Polizisten zusammen. | Bildquelle: dpa
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Demonstranten stoßen vor dem EU-Hauptquartier mit Polizisten zusammen.

"Marsch gegen Marrakesch"

Die rechte Demonstration war als "Marsch gegen Marrakesch" von der Jugendorganisation der fremdenfeindlichen Partei Vlaams Belang sowie einem Dutzend anderer vorwiegend flämischer rechtsradikaler Organisationen initiiert worden.

In der marokkanischen Stadt hatten am vergangenen Montag 150 Staaten, darunter Belgien, dem umstrittenen UN-Migrationspakt zugestimmt. Aus Protest verließ die flämische Nationalistenpartei N-VA die Koalition.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 16. Dezember 2018 um 18:00 Uhr.

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