Eingestürzte Brücke "Ponte Morandi" in Genua | Bildquelle: LUCA ZENNARO/EPA-EFE/REX/Shutter

Brückenunglück in Genua Einsturz bei Starkregen und Gewitter

Stand: 14.08.2018 18:07 Uhr

Während eines schweren Unwetters ist in Genua eine Autobahnbrücke eingestürzt, mindestens 30 Menschen starben. Der Autobahnbetreiber beteuert: Die Brücke sei regelmäßig gewartet worden.

Von Lisa Weiß, ARD-Studio Rom

Es ist ein stürmischer, ein regnerischer Vormittag in Genua, Blitze zucken über den Himmel, die Wolken hängen tief. Viele Autos fahren über den Ponte Morandi - eine Brücke der Autobahn A10, die durch Genua und dann bis zur französischen Grenze führt. Plötzlich stürzt ein Teil der Brücke ein, rund 30 Autos und mehrere Lkw fallen in die Tiefe.

Die Menschen in der Nähe können zuerst ihren Augen nicht trauen, dann laufen sie nach unten, um mitzuhelfen, Menschen aus den Fahrzeugen zu befreien und die Trümmer wegzuräumen.

Brückeneinsturz in Genua fordert viele Tote und Verletzte
tagesschau 20:00 Uhr, 14.08.2018, Ellen Trapp, ARD Rom

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Hunderte Einsatzkräfte vor Ort

Unterstützt werden die Ersthelfer schnell durch Einsatzkräfte von Polizei, Zivilschutz, Feuerwehr. Sie ziehen schwerverletzte Menschen aus zerquetschten Autos, bergen Tote, versuchen mit schwerem Gerät Trümmerteile der Brücke nach oben zu heben. Einige Stunden später teilen die Behörden mit: Mindestens 35 Menschen kamen ums Leben, rund ein Dutzend wurde schwer verletzt.

Und Angelo Borrelli, der Chef des Zivilschutzes, befürchtet, dass die Zahl der Opfer noch weiter steigen werde, denn noch seien nicht alle Trümmer beiseite geräumt. Viele Menschen werden noch vermisst. Einsatzkräfte suchen auch den Fluss ab, über den die Brücke führte.

In der Nähe der Unfallstelle stehen vor allem Industriegebäude, in denen sich wegen des morgigen Feiertags in Italien so gut wie keine Menschen befunden hätten, sagt Borelli. Bei den Opfern handele es sich offenbar ausschließlich um Menschen, die mit ihren Autos von der Brücke gestürzt sind: "Die Brücke war 45 Meter hoch, sie sind geflogen und dann zwischen den Trümmern der Brücke gelandet."

Mängel an der Bausubstanz

Noch haben die Rettungsarbeiten Vorrang, doch auch die Suche nach den Ursachen hat schon begonnen: Möglicherweise wurde die Brücke wegen der heftigen Regenfälle unterspült, möglicherweise gab es Mängel an der Bausubstanz. Doch das alles ist noch nicht klar.

Italiens Verkehrsminister Danilo Toninelli spricht von einer entsetzlichen Tragödie und sagt, man habe schon bei den Verantwortlichen für diesen Autobahnabschnitt nachgefragt. Die Antworten seien gewesen: Die Instandhaltungsarbeiten seien alle gemacht worden, auf diesem Straßenabschnitt hätte eine außergewöhnliche Instandhaltungsmaßnahme vorgenommen werden sollen, die bald begonnen hätte. Natürlich, so der Minister, werde die Staatsanwaltschaft prüfen, wer die Verantwortung für das Unglück trägt.

Schon vor einigen Tagen war eine Autobahnbrücke am Stadtrand von Bologna eingestürzt. Dort war ein Mensch gestorben, allerdings war der Einsturz durch einen Unfall und anschließenden Explosionen verursacht worden. Aber die Diskussion über die Sicherheit von Italiens Straßen wird weitergehen.

Viele Tote bei Brückenunglück in Genua
Lisa Weiß, ARD Rom
14.08.2018 18:47 Uhr

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Über dieses Thema berichteten am 14. August 2018 tagesschau24 um 16:00 Uhr und die tagesschau um 17:00 Uhr.

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