Der Bezirksstaatsanwalt von Fulton County, Paul Howard | Bildquelle: ERIK S LESSER/EPA-EFE/Shuttersto

Todesschüsse in Atlanta Ex-Polizist wegen Mordes angeklagt

Stand: 17.06.2020 23:01 Uhr

Im Fall des in Atlanta bei einem Polizeieinsatz getöteten schwarzen Amerikaners Brooks muss sich ein inzwischen entlassener Beamter wegen Mordes verantworten. Ihm droht nun möglicherweise die Todesstrafe.

Nach dem Tod des schwarzen Amerikaners Rayshard Brooks nach einem Polizeieinsatz in der US-Metropole Atlanta hat die Staatsanwaltschaft einen der beiden Beamten wegen Mordes angeklagt. Der Polizist habe übermäßige Gewalt angewendet, obwohl Brooks sich in mehr als 40 Minuten der Unterhaltung mit den Polizisten nie als eine Bedrohung dargestellt habe, sagte Staatsanwalt Paul Howard.

Nach dem Tod des Mannes habe der nun angeklagte Polizist den am Boden liegenden Brooks zusätzlich getreten. Im Falle einer Verurteilung droht ihm eine lebenslange Haftstrafe ohne Bewährungchance oder sogar die Todesstrafe. Der zweite beteiligte Polizist sei unter anderem wegen schwerer Körperverletzung angeklagt, weil er sich auf die Schultern des Sterbenden gestellt habe, so die Anklage.

Atlanta: Staatsanwaltschaft erhebt Mordanklage gegen US-Polizisten
tagesschau 09:00 Uhr, 18.06.2020

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Proteste an vielen Orten der USA

Der Tod des 27-Jährigen nach dem Einsatz hatte die landesweiten Proteste gegen Polizeigewalt und Rassismus in den USA nach dem Fall George Floyd in Minneapolis weiter angeheizt. Brooks war am Steuer seines Wagens eingeschlafen, als er in der Schlange an einem Schnellrestaurant wartete.

Die hinzugerufenen Polizisten stellten fest, dass er zu viel getrunken hatte und wollten ihn festnehmen. Es kam zu einem Handgemenge, Brooks griff nach einem Elektroschockgerät eines Beamten und floh. Einer der beiden Polizisten feuerte Schüsse, die ihn im Rücken trafen und tödlich verletzten. Er wurde fristlos entlassen, der andere Beamte vorläufig suspendiert.

Polizeireform angekündigt

Die Bürgermeisterin Atlantas im US-Bundesstaat Georgia, Keisha Lance Bottoms, hatte am Montag eine Polizeireform angekündigt. Polizisten müssten "Beschützer sein, nicht Krieger", sagte Bottoms. Sie kündigte Verordnungen an, um die Gewaltanwendung durch Polizisten auf das Nötigste zu begrenzen. Alle Beamte müssten künftig immer wieder in Deeskalation geschult werden, erklärte sie. Zudem müssten alle Polizisten künftig bei exzessiver Gewaltanwendung durch Kollegen einschreiten und diese auch melden, um Strafen zu entgehen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 18. Juni 2020 um 09:00 Uhr.

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