ARD-Korrespondenten "Absolute Ablehnung für May"

Stand: 15.11.2018 15:27 Uhr

Premierministerin May geht geschwächt aus der Parlamentsdebatte, sagt ARD-Korrespondentin Hüsch. Sie wolle aber für den Deal kämpfen. Auch Brüssel schaue mit großer Sorge nach London, berichtet Arnim Stauth.

Fast drei Stunden lang hat Premierministerin Theresa May im britischen Parlament das Brexit-Abkommen verteidigt. Dabei sei sie quer durch alle Parteien auf absolute Ablehnung gestoßen, berichtet ARD-Korrespondentin Hanni Hüsch. Ihre Position sei nun auf jeden Fall geschädigt, sagt Hüsch.

"May will kämpfen"

Inzwischen sammeln Brexiteers Stimmen für ein Misstrauensvotum. Es sehe sehr danach aus, dass sie auf die notwendigen 48 Unterstützer zählen könnten. Das Misstrauensvotum würde unmittelbar bevorstehen.

Gleichzeitig machte May aber auch deutlich, dass sie kämpfen wolle: Nicht nur um ihre eigene Person, sondern auch für ihren Deal, der so massiv unter Beschuss sei, so Hüsch.

Sorgen in Brüssel

In Brüssel schauen die Beteiligten mit großer Sorge nach London, berichtet ARD-Korrespondent Arnim Stauth. Die Angst sei, dass durch die Probleme der britischen Regierung das mühsam ausgehandelte Brexit-Abkommen obsolet werden könnte. Die Folge könnte ein harter Brexit ohne Austrittsvertrag sein. Gleichzeitig gebe es eine leise Hoffnung, dass mit einem Scheitern des jetzigen Prozesses ein weiteres Referendum in Großbritannien abgehalten wird - und dann der geplante Austritt wieder rückgängig gemacht wird.

Arnim Stauth, ARD Brüssel, mit den Reaktionen auf Mays Brexit-Plan
tagesschau24 12:00 Uhr, 15.11.2018

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 15. November 2018 um 12:00 Uhr.

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