John Brennan | Bildquelle: AFP

Scheidender CIA-Chef Brennan Der twitternde Trump - ein "Sicherheitsrisiko"

Stand: 15.08.2018 22:19 Uhr

Nachdem Donald Trump den US-Geheimdiensten indirekt Nazi-Methoden vorgeworfen hat, schlägt der scheidende CIA-Chef Brennan zurück. Trumps Aussage sei "ungeheuerlich". Zudem riet er dem künftigen Präsidenten, weniger zu twittern.

Der scheidende CIA-Direktor John Brennan hat den künftigen US-Präsidenten Donald Trump wegen dessen Vorliebe für Meinungsäußerungen via Twitter kritisiert. Trumps spontanes Twittern und seine Impulsivität seien nicht im Interesse der nationalen Sicherheit, sagte Brennan in der Fernsehsendung "Fox News Sunday".

Trump, der am Freitag seinen Amtseid leisten wird, müsse darauf achten, was er sage, so Brennan - und stets die Konsequenzen bedenken. Es gehe nicht nur um die Person. "Es geht um die Vereinigten Staaten von Amerika."

Zuletzt hatte Trump den US-Geheimdiensten vorgeworfen, Informationen zu kompromittierenden Dossiers gegen ihn gestreut zu haben. Dabei zog er einen Vergleich zu "Nazi-Deutschland". Brennan nannte diese Trump-Aussage ungeheuerlich. Es sende kein gutes Signal in die Welt, wenn der künftige Präsident seinen eigenen Geheimdiensten nicht vertraue.

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Emerson: "Er wird nicht aufhören zu twittern"

Der scheidende US-Botschafter in Deutschland, John B. Emerson, rechnet unterdessen nicht damit, dass Trump nach seiner Amtseinführung weniger twittern werde. "No way", meinte Emerson auf eine entsprechende Frage im Bericht aus Berlin.

Allerdings sollten sich die Leute ohnehin nicht zu stark darauf konzentrieren, was Trump bei Twitter mache. Er riet, stattdessen "auf die Politik zu achten, die aus dem Weißen Haus kommt".

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 16. Januar 2017 um 06:00 Uhr

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