Schwere Regenfälle haben im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais zu Überschwemmungen und Erdrutschen geführt | Bildquelle: dpa

Unwetter in Brasilien Viele Tote bei Überschwemmungen

Stand: 27.01.2020 09:11 Uhr

Überflutete Städte, umgerissene Strommasten: Tagelange Regenfälle haben in Brasilien schwere Verwüstungen angerichtet. Die Zahl der Todesopfer stieg auf 44, rund 17.000 Menschen mussten vor den Wassermassen fliehen.

Bei schweren Unwettern sind mindestens 44 Menschen ums Leben gekommen. Rund 20 weitere Menschen würden nach den tagelangen Regenfällen im Bundesstaat Minas Gerais noch vermisst, erklärte das örtliche Zivilschutzamt. Mehr als 17.000 Bewohner mussten den Angaben zufolge ihre Häuser verlassen. 

Die meisten Opfer starben bei Erdrutschen oder wurden unter den Trümmern ihrer zerstörten Häuser begraben, wie die Feuerwehr mitteilte. Fernsehaufnahmen zeigten Bilder von über die Ufer tretenden Flüssen, überfluteten Stadtvierteln und Bäumen und Strommasten, die vom Wasser umgerissen wurden. Mehrere Straßen in der Region waren wegen Hochwassers unpassierbar, zahlreiche Brücken stürzten ein.

Rekordniederschlag in zwei Tagen

Die Region erlebt seit Donnerstag beispiellose Regenfälle. In der Hauptstadt von Minas Gerais, Belo Horizonte, wurden nach Angaben des nationalen Wetterdienstes von Donnerstag- bis Freitagmorgen binnen 24 Stunden 171,8 Millimeter Regen gemessen. Dies war der höchste Wert seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. 

Erst vor einem Jahr hatte sich in einem Bergwerk in Minas Gerais ein verheerender Dammbruch ereignet. Eine Schlammlawine ergoss sich damals über die Kleinstadt Brumadinho. 270 Menschen starben oder gelten seitdem als vermisst.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 26. Januar 2020 um 06:00 Uhr.

Darstellung: