Pressekonferenz mit dem Kolumbianischen Verteidigungsminister Botero | Bildquelle: REUTERS

Anschlag in Kolumbien Regierung macht Rebellen verantwortlich

Stand: 18.01.2019 15:31 Uhr

Nach dem schweren Bombenanschlag auf eine Polizeiakademie in Bogota hat die kolumbianische Regierung die Guerillaorganisation ELN für die Tat verantwortlich gemacht. 21 Menschen sind dabei getötet worden.

Der kolumbianische Verteidigungsminister Guillermo Botero hat linksgerichtete Rebellen der Nationalen Befreiungsarmee ELN für den tödlichen Autobombenanschlag auf eine Polizeischule in Bogotá verantwortlich gemacht. "Diese Leben wurden zerstört durch eine verwerfliche Aktion, durchgeführt von der ELN", sagte er. Die Zahl der Toten des Anschlags stieg auf 21. Wie die Polizei erklärte, wurden zehn der 68 Verletzten noch in Krankenhäusern behandelt.

Tarnname: Mocho Kiko

Die ELN-Rebellen haben in jüngster Zeit mehrfach Angriffe auf die kolumbianische Polizei verübt. Friedensgespräche zwischen der Gruppe und der Regierung von Präsident Iván Duque liegen auf Eis.

Bei dem Täter handelte es sich laut Verteidigungsminister Botero um ein ELN-Mitglied mit dem Tarnnamen Mocho Kiko. Er sei ein Sprengstoffexperte, der in seiner Zeit bei einer Zelle der Rebellen an der Grenze zu Venezuela beim Hantieren mit Sprengstoff einen Arm verloren habe.

Attentat auf Polizeischule in Bogota
tagesschau 12:00 Uhr , 18.01.2019, Xenia Böttcher, ARd Mexiko Stadt

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80 Kilogramm Sprengstoff im Auto

Bereits zuvor hatten die Behörden erklärt, der 56-jährige Täter habe einen Kleinlaster mit 80 Kilogramm Sprengstoff für den Anschlag genutzt. Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft steuerte der Täter sein Auto durch den Haupteingang der Schule. Als ein Spürhund bei der Kontrolle anschlug, gab der Fahrer Gas und fuhr mit hoher Geschwindigkeit auf das Gelände. Dort explodierte das Auto, wie Generalstaatsanwalt Néstor Humberto Martínez sagte. Mehrere Gebäude wurden beschädigt, das Fahrzeug brannte aus.

Präsident Duque ordnete drei Tage der nationalen Trauer an. Der Anschlag war der folgenschwerste seit Jahren gegen Polizei oder Militär in Kolumbien.

Schäden an der Polizeischule in Bogotá | Bildquelle: AP
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Der Anschlagsort in Bogotá

ELN muss für Friedensgespräche Gewalt abschwören

Mit der größten Rebellenorganisation Kolumbiens, Farc, hatte die Regierung 2016 ein Friedensabkommen geschlossen. Dadurch wurde ein 50 Jahre langer Konflikt mit Schätzungen zufolge 260.000 Toten und sieben Millionen Vertriebenen beendet.

Auch die Verhandlungen mit der ELN hatten bereits unter Duques Vorgänger Juan Manuel Santos begonnen. Doch Duque will nicht mit ihnen sprechen, solange sie nicht der Gewalt abschwören.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk24 am 18. Januar 2019 um 15:00 Uhr.

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