Michael Bloomberg will US-Präsident werden. | Bildquelle: CJ GUNTHER/EPA-EFE/REX

US-Milliardär Bloomberg Mann der Mitte

Stand: 24.11.2019 19:40 Uhr

Schon einmal wollte US-Milliardär Bloomberg ins Rennen um die Präsidentschaft einsteigen. Jetzt macht er Ernst. Wer ist der Mann, der das gespaltene Demokraten-Lager einen soll?

Von Antje Passenheim, ARD-Studio New York

Eines war für New Yorks Ex-Bürgermeister immer klar: US-Präsident Donald Trump muss aus dem Weißen Haus. "Unglücklicherweise haben wir einen Präsidenten, der in der Wirtschaft versagt, der beim Regieren versagt", sagte er einmal. Und von noch etwas ist der selbstbewusste Milliardär und Medienmogul überzeugt - er wird ihn bei der Wahl besiegen.

Jetzt kündigte Michael Bloomberg an, offiziell ins Präsidentschaftsrennen seiner Partei einzusteigen.

Bloombergs Kandidatur
Morgenmagazin, 25.11.2019, Verena Bünten, ARD Washington

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Keine Chance gesehen

Schon einmal stand Bloomberg kurz davor, ins Kandidaten-Rennen einzusteigen. Doch im März zog er zurück: "Ich sah keinen Weg, in einem so großen Feld, die Nominierung zu schaffen", sagte er. Bloomberg wusste: Bei den Demokraten hat er es nicht leicht. Lange war er Mitglied, wechselte 2000 zu den Republikanern, war dann parteilos und ging rechtzeitig vor diesem Wahlkampf zu den Demokraten zurück.

Die waren weit nach links gerückt - der Mitte-Mann sah keine Chance: "Es sei denn, ich würde meine Ansichten ändern und - wie CNN es nannte: auf eine Entschuldigungstour gehen", sagte er. "So wie Joe Biden sich dafür entschuldigt, dass er männlich, über 50 und weiß ist."

Doch jetzt will er nicht länger zusehen: Die "New York Times" zitiert vor Kurzem seinen Berater Howard Wolfson, dass Bloomberg zunehmend besorgt sei, dass es das Bewerberfeld der Demokraten nicht bringe. Biden sei zu schwach und angeknackst, Elizabeth Warren und Bernie Sanders zu links.

Bloomberg sieht sich als Zupacker

Bloomberg dagegen, der moderate Mann der Mitte, der die gespaltenen Lager wieder einen könnte, sieht sich als Mann der Sache - nicht der Partei - als Zupacker.

Der Nachfolger von Bürgermeister Rudi Giuliani erreichte höchste Beliebtheit in New York - mit einem symbolischen Gehalt von einem Dollar. Als Republikaner machte er demokratische Politik. Er trat für das Recht auf Abtreibung ein, strengere Waffenkontrollen und die Homo-Ehe.

Der ehemalige Wallstreet-Banker und Gründer der Finanzdaten-Agentur und des Senders Bloomberg schuf Wohnraum für Arme, begrünte die Stadt und ließ Radwege bauen. New Yorks Kriminalität sank weiter - die Gruppe seiner Fans wuchs.

Obwohl ein New Yorker Bürgermeister nur zweimal ins Amt kann, durfte Bloomberg sich 2009 ein drittes Mal wählen lassen. Er wollte die Stadt sicher aus der Finanzkrise führen. Und tat es.

Vermögen von 52,4 Milliarden Dollar

Als einer der reichsten Männer der Welt mit einem geschätzten Vermögen von 52,4 Milliarden Dollar ("Forbes") finanzierte Bloomberg seine Wahlkämpfe weitgehend selbst. Fragen muss er niemanden. Als US-Präsident Donald Trump erklärte, dass die USA aus dem Klimaschutzabkommen austreten, kündigte Bloomberg kurzerhand an, er werde die 4,5 Millionen Dollar für sein Land aus eigener Tasche zahlen.

Doch Geld ist nicht  alles, meint Politologe Bob Hardt: "Er muss auch Hände schütteln und Babys küssen. Das hat er schon als Bürgermeister nicht gern gemacht. Er müsste es jetzt landesweit tun."

Bloomberg erkennt die Realität. Noch im Frühjahr sagten Umfragen Bloomberg wenig Chancen voraus.  Das habe sich geändert, meint Politik-Experte Brian Schwartz vom Sender CNBC. " Und es sieht so als, als hätte Bloomberg das erkannt."

Verena Bünten, ARD Washington, mit Einzelheiten und Hintergründen zur Kandidatur
Morgenmagazin, 25.11.2019

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 24. November 2019 um 18:14 Uhr.

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